10. Oktober 2017

Tageseltern nicht im Regen stehen lassen
Bürokratische Abläufe bei Bedarf vereinfachen

 

Die Ratsfraktion DIE LINKE hält es für unzumutbar, dass die Stadt Essen bei rund 30 Tageseltern mit über 50.000 Euro „in der Kreide steht“. Auch wenn diese Außenstände bis zum 20. Oktober beglichen werden sollen, gibt es viele offene Fragen. So steht der Vorwurf der Tageseltern im Raum, dass die Stadt Essen bürokratischer als andere Städte abrechnet und die zuständige Abteilung unterbesetzt sei.

„Jetzt ist Ursachenforschung angesagt, damit sich so etwas nicht wiederholt“, fordert Ratsfrau Ezgi Güyildar. „Wir beantragen deshalb für den nächsten Jugendhilfeausschuss einen Bericht, wie die Abläufe bei der Abrechnung zwischen der Stadt und den Tageseltern verbessert werden können. Aktuell bemängeln diese u.a., dass die Verwaltung Nachweise über Mietzahlungen und Sozialversicherungsbeiträge verlangt, bevor sie den Tageseltern ihre Anteile erstattet. Das sei in anderen Städten nicht üblich und wäre tatsächlich eine unnötige bürokratische Hürde, die den Tageseltern wenig Vertrauen entgegen bringt.“

Nach Ansicht der Ratsfraktion DIE LINKE leisten die Tageseltern angesichts über 2.200 fehlender Kindertagesplätze eine wichtige gesellschaftliche Aufgabe, die durch solche Hürden unnötig erschwert wird. Ohne die fast 2.100 Kleinkinder die sie betreuen, wäre es um die Grundversorgung  die eigentlich in Kitas stattfinden sollte, noch schlechter bestellt. „Da der Jugendhilfeausschuss erst im November tagt, haben wir die Verwaltung schon mal um einen  Zwischenbericht gebeten“, so Ezgi Güyildar abschließend.