3. November 2011 Linksfraktion-Essen

Sozialticket: Fehlstart war vorprogrammiert

DIE LINKE ist nicht überrascht über den ausbleibenden Ansturm und den hohen Anteil der Wechsler aus noch teureren Tarifen. Die Erfahrung aus Dortmund hatte im Vorfeld gezeigt, dass sich mit günstigen Tarifen um die 15 € zahlreiche Neukunden gewinnen lassen, die das Defizit senken helfen. Mit teureren Tickets nicht.

Stellvertretende Fraktionsvorsitzende Gabriele Giesecke, für DIE LINKE im Sozialausschuss: „Bei der jetzigen Gestaltung als nicht übertragbarer Fahrschein der Preisstufe A ohne Mitnahme­möglichkeit zum Preis des doppelten Regelsatzes für ÖPNV lädt nicht zur Annahme ein. Der Fehlstart war vorprogrammiert.“

Dennoch sollte die Stadt den Versuch unternehmen, das bestehende Ticket durch bessere Werbung zumindest bei allen Berechtigten bekannt zu machen, um die Chancen zu verbessern, eine totale Bruchlandung abzuwenden.

Zudem ist die Gestaltung des Tickets als farblich eindeutig abgesetzte Pappkarte für Einzelmarken diskriminierend. Jeder Ticketnutzer muss sich damit öffentlich als Leistungsempfänger zu erkennen geben. Der VRR sollte die Tickets diskriminierungsfrei gestalten. Wir würden eine Orientierung der Gestaltung an bestehenden Tickets wie dem Ticket1000 vorschlagen.

DIE LINKE unterstützt weiterhin die Aktion der Sozialticket-Initiativen, die am 5.11. mit einer Sternfahrt und der Einführung eines Solidaritätsbuttons für Mitnahme-Berechtigte gegen das unzureichende sog. „Sozialticket“ protestieren.

 

Mit freundlichen Grüßen und der Bitte um Veröffentlichung   

 

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