4. November 2011 Linksfraktion-Essen

Unzureichende Mittel für die Kinder und Jugendarbeit führen zu weiteren Schließungen

Offener Brief

Keine Schließung der Kinder und Jugendeinrichtung „Zack“ in Gerschede

 

Die Folgen jahrelanger schwarz-grüner Kürzungspolitik sollen nun zu weiteren Standortschließungen von Einrichtungen der Kinder- und Jugendarbeit  führen. Nachdem bereits das zentrale Jugendzentrum Papestraße geschlossen ist, soll es nun dezentralen Einrichtungen wie dem „Zack“ in Gerschede an den Kragen gehen. Ebenso zwei weiteren Standorten ausgerechnet in Altenessen und Karnap. Offiziell begründet wird dies mit einer konzeptionellen Neuausrichtung bei der Jugendhilfe Essen gGmbh, hinter der sich tatsächlich aber massive Defizite bei der finanziellen und personellen Ausstattung verbergen.

 

 

Petra Brauckmann, Kinderbeauftragte des Bezirks IV (Borbeck Gerschede): „Es ist ein Unding, dass gut angenommene dezentrale Kinder-und Jugendeinrichtungen geschlossen werden und dies auch noch mit mangelndem Bedarf begründet wird. Die Tatsachen sind aber andere. Die zweifellos vorhandenen Bedarfe in Stadtbezirken wie z.B. im Norden der Stadt dürfen weder finanziell noch konzeptionell gegen Standorte in anderen Bezirken ausgespielt werden. Dies sieht das jetzige Konzept vor, dagegen wehren wir uns. Das „Zack“ leistet seit Jahren hervorragende Arbeit im Stadtteil und muss erhalten bleiben.“

 

 

Am kommenden Dienstag soll der Jugendhilfeausschuss über das Konzept der Jugendhilfe Essen gGmbh, welches in Wahrheit mangelhaften Mitteln geschuldet ist und auch die Schließung des „Zack“ in Gerschede beinhaltet, abstimmen werden. In einem offenen Brief fordern nun alle Fraktionen der Bezirksvertretung IV den Jugendhilfeausschuss auf u.a. diese Einrichtung zu erhalten.

 

 

Janina Herff für DIE LINKE im Jugendhilfeausschuss „.Wir werden eine  Aussetzung dieser Entscheidung beantragen, da wir im Rahmen der laufenden Haushaltsberatungen sowohl der Jugendhilfe gGmbh als auch der Kinder und Jugendarbeit insgesamt mehr Mittel zu Verfügung stellen wollen. Dies würde eine Neukonzeptionierung, gegebenenfalls ohne Schließung, ermöglichen. In diesem Zusammenhang wird bereits im kommenden Jugendhilfeausschuss am 8.11.2011 DIE LINKE Ratsfraktion gemeinsam mit der SPD Fraktion mehr Mittel für die Kinder und Jugendarbeit und die Rücknahme der Kürzungsbeschlüsse bei der Jugendhilfe gGmbH beantragen.“

 

Die Kinder und Jugendlichen des „Zack“ in Gerschede haben bereits einen Protestbrief an alle verantwortlichen Politiker geschrieben, mit der Bitte das „Zack“ zu erhalten. Weitere Protestaktionen sollen am Samstag den 05.11.2011 um 17.00 Uhr vor dem Jugendzentrum „ Zack“ und zur Jugendhilfeausschusssitzung am 8.11.stattfinden. Als Schließungstermin ist der  31.12.2011 benannt. Bisher ist nicht geklärt, wo die Kinder und Jugendlichen sich ab Januar aufhalten können.

 

 

Mit freundlichen Grüßen und der Bitte um Veröffentlichung   

 

Fraktion DIE LINKE. im Rat der Stadt Essen

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