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Inklusion

Chance für inklusives Wohnprojekt nutzen

Ehemalige Schule und Bäume an der Kunstwerkerstrasse erhalten

Die Ratsfraktion DIE LINKE begrüßt es, dass der Planungsausschuss letzte Woche beschlossen hat, eine Vermarktung des ehemaligen Schulgrundstücks an der Kunstwerkerstrasse für maximal zwei Jahre auszusetzen. Mit der Aussetzung ist zwar keine Vorentscheidung für den Verkauf des Grundsstücks verbunden, für das es offensichtlich mehrere Interessenten gibt. Die Entscheidung verschafft der Initiative „Emma und wir“ aber Zeit, eine Machbarkeitsstudie für ein inklusives Wohnprojekt mit flexiblen Mikrohäusern in die Wege zu leiten.

Dazu Wolfgang Freye, für DIE LINKE im Planungsausschuss: „Wir halten das Projekt der Initiative ,Emma und wir‘ für unterstützenswert, weil es viele Vorteile mit sich bringt. Zum einen gibt es in Essen einen großen Bedarf an inklusiven Wohnungen, weswegen es ja auch Interesse der Aktion Mensch an der Unterstützung des Projektes gibt. Außerdem könnten so sowohl das historische Schulgebäude als auch der überwiegende Teil des alten, fürs Stadtklima wertvollen Baumbestandes erhalten bleiben.“

Der von der damaligen Großen Koalition von CDU und SPD vor vier Jahren beschlossene Bebauungsplan ermöglicht sowohl den Erhalt wie auch den Abriss des Gebäudes. Ein möglicher Investor könnte auch das ganze Grundstück mit mehreren Riegeln Neubauten zubauen. Deshalb hatte die Fraktion DIE LINKE den damaligen Beschluss nicht mitgetragen. Auch die Bezirksvertretung II hatte damals wegen der möglichen Versiegelung und der Zunahme des Verkehrs einstimmig Bedenken gegen den Bebauungsplan angemeldet.

„Mit dem Projekt der Initiative ,Emma und wir‘ kann der Wunsch der Menschen vor Ort berücksichtigt werden und das Grundstück trotzdem sinnvoll genutzt werden“, so Wolfgang Freye abschließend. „Eigentlich eine Win-Win-Situation für alle. Wir hoffen, dass es klappt!“