Marktplatz Borbeck wird erst mal nicht umgebaut

Die Ratsfraktion Die Linke bedauert es, dass die klimaresiliente Umgestaltung des Borbecker Marktplatzes mit Fördergeldern des Bundes im Rahmen des Projekts „Platz fürs Klima“ vorerst gescheitert ist. Der Umgestaltung zweier anderer Plätze in Überruhr-Hinsel und der Margarethenhöhe wird dagegen erfolgen. Anders als dort gibt es rund um dem Borbecker Marktplatz nur wenig Grün, weshalb die klimaresiliente Umgestaltung und insbesondere die Ausstattung mit Bäumen dort besonders wichtig gewesen wäre. Dazu Herbert Seiffert, für Die Linke in der BV IV:

„Die Umbaupläne sind am Widerstand von CDU und SPD gescheitert, weil diese unter anderem nicht bereit sind Parkplätze für das Pflanzen von Bäumen aufzugeben. In der Variante 1 sollten  14 neue Bäume und in der zweiten Variante 26 neue Bäume gepflanzt werden. Diese Bäume sind dringend notwendig, denn der Borbecker Markt ist eine Hitzeinsel. Die Bäume würden für Schatten, Abkühlung und frische Luft sorgen. Natürlich ist es ungünstig, wenn dadurch Parkplätze wegfallen. Der Borbecker Markt ist aber hervorragend an den öffentlichen Nahverkehr und das Radwegenetz angeschlossen, so dass es nicht unbedingt notwendig ist, mit dem Auto in die Borbecker Innenstadt zu fahren.“

Den Marktbetrieb weiter aufrechtzuerhalten hat gegenüber der Erhaltung von Parkplätzen aus Sicht der Ratsfraktion Die Linke ein höheres Gewicht. Die Verwaltung hat mit ihrer Vorlage im Umweltausschuss und der BV IV Vorschläge gemacht, wie beides, klimaresiliente Umgestaltung und Marktbetrieb möglich sein kann. Dieser Vorschlag der Verwaltung ist allerdings von der Mehrheit der Bezirksvertretung und den Marktbeschickern abgelehnt worden.

 „Aus meiner Sicht wäre die Variante 1 mit 14 neuen Bäumen mit dem Marktbetrieb gut möglich gewesen“, so Hendrik Suthor, für Die Linke im Umweltausschuss abschließend. „Wegen der pauschalen Ablehnung von SPD und CDU und der zu kurzen Frist des Bundesförderprogramms ist  es nicht mehr möglich, eine neue Planungsvariante zu erstellen, die noch zeitlich in das Förderprogramm passt. Deshalb ist es gut, dass auf Grundlage der im Projekt ,Platz fürs Klima‘ erarbeiteten Planung, die Verwaltung die Umgestaltung des Marktes mit eigenen Mitteln weiter verfolgen und in der nächsten Sitzung des Umweltausschusses im August über das weitere Vorgehen informieren will.“