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Ratsherr Wolfgang Freye

Ich heiße Wolfgang Freye, bin von Beruf Werkzeugmacher und bei Kennametal Widia beschäftigt, einem der größeren Essener Metallbetriebe. Ich bin 1990 das erste Mal in den Betriebsrat gewählt worden und war viele Jahre Betriebsratsvorsitzender. Eine Woche, nachdem ich das Amt niedergelegt hatte, hat Kennametal völlig überraschend die Schließung des Essener Werkes angekündigt. Der geplante vorgezogene Ruhestand hat sich damit erst mal erledigt: Ich versuche jetzt, gemeinsam mit meinen Kollegen die Werksschließung zu verhindern und Alternativen zu entwickeln.

In der Essener Kommunalpolitik bin ich seit 1999 „unterwegs“, zehn Jahre als linker Bezirksvertreter im Bezirk III Essen-West, seit 2009 mit Unterbrechung als Ratsmitglied. Schon als Bezirksvertreter hatte ich mich für Fragen der Stadtplanung interessiert, denn Stadtplanung hat viel mit sozialer Gerechtigkeit zu tun. Es war die Zeit, als die CDU in Essen Einfamilienhäuser mit gehobenem Standard bauen und dafür oft wichtige Grünflächen betonieren wollte. Dagegen protestierten zu Recht viele Menschen.

Inzwischen ist offensichtlich, dass Essen andere Probleme hat. Es fehlen vor allem preiswerte Wohnungen. Anfang der 90er Jahre gab es noch über 90.000 Sozialwohnungen in Essen, heute sind es gerade noch 18.000. DIE LINKE fordert deshalb eine Quote von 30 % Sozialwohnungen bei allen größeren Neubauprojekten. Obwohl das in allen vergleichbaren Großstädten inzwischen Praxis ist, lehnt die Große Koalition von CDU und SPD im Rat eine solche Quote ab.

Aus unserer Sicht kann und muss der Wohnungsbedarf vor allem durch weitere umsichtige Verdichtung und die Bebauung von Baulücken gedeckt werden. Grünflächen in Außenbereichen und erst Recht Landschafts- und Naturschutzgebiete sollten tabu sein. Der Klimawandel macht sich gerade in den Großstädten immer mehr als „Notstand“ bemerkbar - auch wenn die Ratsmehrheit davon nichts wissen will. Grünflächen und Bäume werden zum Erhalt der Lebensqualität und zur Bindung von CO2 dringend gebraucht.

Im Zusammenhang mit Stadtplanung und Klimaschutz ist auch die Essener Verkehrspolitik ein zentrales Thema. Essen braucht mehr und besseren Öffentlichen Nahverkehr und wir brauchen mehr sichere und alltagstaugliche Radwege. In der Autostadt Essen tun sich viele Kommunalpolitiker/innen schwer mit einer Verkehrswende, die den jahrzehntelangen Vorrang für das Auto beendet. DIE LINKE kämpft mit vielen anderen gesellschaftlichen Gruppen dafür - und weil das auch eine soziale Frage ist, sind wir dafür, dass der Öffentliche Nahverkehr perspektivisch kostenlos wird.


Fraktionssitzung

DIE LINKE im Rat der Stadt Essen lädt alle Menschen ein, sich für eine solidarische Stadt zu engagieren und sich aktiv an der Fraktionsarbeit zu beteiligen: Jeden Montag um 17:30 Uhr trifft sich die Fraktion im Heinz-Renner-Haus (Severinstr. 1, 45127 Essen). Hier kommen unsere Mandatsträger*innen im Rat, in den Ausschüssen und in den Bezirksvertretungen zusammen, um über aktuelle Themen und mögliche Anfragen und Anträge zu diskutieren. Interessierte sind herzlich eingeladen.

Im Fraktionsstatut ist die Arbeitsweise der Fraktion geregelt.

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