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Foto: Gerd Altmannm / pixelio. de

Abbau von Radwegen wäre verkehrspolitische Rolle rückwärts

Die Ratsfraktion DIE LINKE erteilt der Forderung von Thomas Rotter (SPD), Vorsitzender des Ausschusses für Stadtentwicklung und Stadtplanung, nach einem ersatzlosen Wegfall des Fahr-radstreifens auf der Rüttenscheider Straße eine klare Absage.

Ein vollständiger Verweis des Radverkehrs auf die Straße wäre gerade für junge und ältere Radfahrerinnen und Radfahrer ein Sicherheitsrisiko.

„In der Stadt Essen wird darüber diskutiert, wie der Radverkehr erhöht werden kann, und der Vorsitzende des Planungsauschusses schlägt vor, die Radstreifen an der Rüttenscheider Strasse ersatzlos zurückzubauen,“ so Ratsmitglied Wolfgang Freye, für DIE LINKE im Planungsausschuss. „Wir können die Kritik an der jetzigen Lösung, bei der der nicht-verpflichtende Fahrradstreifen ein Teil des Bürgersteiges ist, durchaus nachvollziehen. Er führt für Fußgängerinnen und Fußgänger manchmal zu schwierigen Situationen. Die Radfahrer einfach wieder auf die Fahrbahn in den teils dichten Autoverkehr zu ‚schicken‘, wäre jedoch eine verkehrspolitische Rolle rückwärts. Aus unserer Sicht liesse sich der Fahrradstreifen auf dem Bürgersteig abschaffen, wenn man gleichzeitig die Forderung der Radfahrverbände nach Umwandlung der Rüttenscheider Straße in eine Einbahnstraße unterstützt. Dann könnte auf einem Teil der bisherigen Fahrbahn ein ordentlicher Radweg in beide Richtungen gebaut werden.“

Ein beidseitiger  Radweg auf der Fahrbahn der Rüttenscheider Straße wäre eine gute Querverbindung zwischen Innenstadt und südlichen Stadtteilen und würde nach Ansicht der Ratsfraktion DIE LINKE die Verkehrssicherheit für Radfahrer und Fußgänger auf der „Rü“ deutlich verbessern.

„Wir brauchen in Essen innovative Verkehrskonzepte, die mehr Menschen vom Auto auf das Fahrrad und in den ÖPNV bringen“, so Wolfgang Freye abschließend. „Das geht teilweise nur, indem man den Autoverkehr etwas einschränkt, auch wenn das der Autolobby nicht gefällt.“