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Foto: Gabi Schoenemann / pixelio.de

ADFC-Kritik an fehlenden Radwegen nachvollziehbar

Die Ratsfraktion DIE LINKE kann den Ärger des Allgemeinen Deutschen Fahrradclubs (ADFC) über den schleppenden Ausbau des Fahrradwegenetzes in Essen gut nachvollziehen. Denn auch für DIE LINKE sind die geplanten Maßnahmen der Stadt Essen für die Verbesserung der Radinfrastruktur, wie auch insgesamt zur Umsetzung der Verkehrswende, nicht ausreichend. Deshalb stellt sie dazu für die Haushaltsberatung am kommenden Mittwoch verschiedene Anträge.

„Wir beantragen, dass mehr Geld in den Ausbau des Radwegenetzes gesteckt wird, mindestens 10 Prozent der für den Straßenbau vorgesehenen Mittel als Regelfinanzierung“, so Ratsherr Wolfgang Freye. „Zusammen mit den Bundesfördergeldern im Rahmen von Lead Citys wären das insgesamt 1,7 Mio. Euro. Außerdem sind zur Erhöhung der Verkehrssicherheit eine Reinigung insbesondere von Laub sowie der Winterdienst auf Radwegen unabdingbar. Dieser soll zukünftig in den Gebührenhaushalt Winterdienst der Entsorgungsbetriebe Essen aufgenommen werden. Fahrradwege sind Verkehrswege wie alle anderen.“

DIE LINKE beantragt außerdem die Abtrennung von eigenen Busspuren an den Hauptverkehrsstraßen. Damit der öffentliche Nahverkehr auch für Autofahrer attraktiver wird, müssen Pünktlichkeit und Schnelligkeit der Busverbindungen stark verbessert werden. Die Verdichtung auf den 5-Minuten-Takt auf wichtigen Busstrecken im nächsten Jahr bringt nicht viel, wenn die Busse nach wie vor im Stau stecken bleiben. „Außerdem beantragen wir, dass am Wochenende von Essen.Original Bus und Bahn kostenlos sind sowie die Erstellung eines integrierten Verkehrskonzeptes“, so Wolfgang Freye abschließend.