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Foto: Lisa Runnels / pixabay.com

Aufklärung über den Tod des Zweijährigen

Die Fraktion DIE LINKE. im Rat der Stadt Essen ist erschüttert über den Tod des Zweijährigen, der Samstagmorgen in einem Haus am Ellernplatz in Altenessen verdurstet aufgefunden wurde. Sie geht davon aus, dass die Umstände seines Todes lückenlos aufgeklärt werden und mögliche Konsequenzen auch für die Stadt Essen gezogen werden. Wie wir aus der Pressemitteilung der Stadt Essen erfahren haben, wurde die Familie seit Ende letzten Jahres betreut.

„Wenn die Familie bereits seit Ende 2018 durch das Jugendamt betreut wurde, stellt sich die Frage, ob die Unterstützung durch sozialpädagogische Fachkräfte nicht bereits früher hätte erfolgen können und müssen? Immerhin sind die offensichtlich prekären Verhältnisse der Familie des Jungen dem Jugendamt schon seit sieben Monaten bekannt“, so die Fraktionsvorsitzende Gabriele Giesecke.

Die Zahl der Kindeswohlgefährdungen steigt  in den letzten Jahren stetig an. Das ist eine enorme Herausforderung für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Jugendamtes.

„Damit die Beschäftigten des Jugendamtes solchen Herausforderungen gewachsen sind, haben wir immer die schon länger von der Gewerkschaft ver.di erhobene Forderung nach einer Aufstockung des Jugendamt-Personals unterstützt. Die Betreuungsquote pro Mitarbeiter des Amtes muss so gestaltet sein, dass eine schnellere Unterstützung der Familien ermöglicht. Das sind wir den Kindern schuldig. Darüber hinaus muss geprüft werden, wie die Arbeit der Stadtteilprojekte zur Verbesserung des Umfeldes in benachteiligten Stadtteilen intensiviert werden kann. Auch das ist schon länger ein Thema", so Gabriele Giesecke abschließend.