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Foto: Rainer Sturm / pixelio.de

Ausbau A 52 würde Luftbelastung erhöhen

Die wiederholte Forderung der Industrie- und Handelskammer Essen nach dem A52-Ausbau durch Essener Stadtgebiet wird für die Ratsfraktion DIE LINKE nicht dadurch besser, dass die IHK jetzt behauptet, damit würde es bessere Luft geben. Denn die bekannten Verkehrsprognosen gehen davon aus, dass eine durchgängige A 52 zusätzliche überregionale Verkehre anziehen und die Probleme mit Lärm- und vor allem Schadstoffbelastungen eher verstärken würde.

„Da Bundesautobahnen nicht in die Umweltzonen einbezogen werden, könnten hier sogar Fahrzeuge fahren, die die Grenzwerte überschreiten", so Ratsmitglied Wolfgang Freye, für DIE LINKE im Planungsausschuss. „Damit wäre niemanden geholfen. Und statt darüber zu klagen, dass niemand an die Lieferverkehre denkt, sollte sich die IHK lieber Gedanken machen, wie der innerstädtische Güterverkehr reduziert werden kann. So könnten aus gemeinsamen Verteilerzentren die Waren der verschiedenen Anbieter wie amazon, ups, Deutsche Post etc. gezielt und fahrtensparend verteilt werden, ohne dass jeder Anbieter mit einem eigenen Lieferwagen unterwegs ist.“

Die Ratsfraktion  DIE LINKE hat den Ausbau der A52 durch Essen immer abgelehnt, ebenso den Ausbau durch Gladbeck und Bottrop, mit dem IHK jetzt die Notwendigkeit einer Durchstreckung durch die Stadt begründet.

„Für die Anbindung der neuen Gewerbeflächen an der B224 Freiheit Emscher ist der Ausbau der A52 ohnehin nicht notwendig. Dafür würde ein Anschluss an die A 42 ausreichen, der ja auch bei den Planungen berücksichtigt werden soll“, so Wolfgang Freye abschließend. „Zu viel Staus durch zu viel Autoverkehr lassen sich nicht mit noch mehr Straßen und Autobahnen bekämpfen, sondern nur mit einer Stärkung anderer Mobilitätsformen und dem Ausbau des öffentlichen Nahverkehrs.“