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Auswirkungen von Corona auf Honorarkräfte und andere freie Beschäftigte an städtischen Einrichtungen

die Fraktion DIE LINKE. stellt zu dem o.g. Tagesordnungspunkt folgenden Antrag:

1. Die Verwaltung wird beauftragt, zu berichten, welche Auswirkungen Corona auf den Einsatz von Honorarkräften und anderer freier Beschäftigter der Stadt Essen und seiner Gesellschaften hatte bzw. hat und wie der aktuelle Stand der Beschäftigung dieser Mitarbeitenden ist.

2. Die Verwaltung wird beauftragt, ein Konzept zu entwickeln, das insbesondere berücksichtigt:

a) wie bei einem möglichen weiteren partiellen oder vollständigen Lockdown die Honorarkräfte sowie andere freie Beschäftigte im Rahmen ihrer Qualifikationen in anderen Bereichen innerhalb des Konzerns „Stadt Essen“ eingesetzt werden können.

b) wie eine Umwandlung in feste Anstellungen für die Honorarkräfte und andere freie Mitarbeitende, die dies wollen, erfolgen kann.

c) wie die Mitarbeitenden der Folkwang-Musikschule und der VHS besser mit digitalen Endgeräten ausgestattet werden können, etwa in Form eines Gerätepools, um die Möglichkeiten der digitalen Beschulung erweitern zu können.

 

Begründung:
Im Gegensatz zu den Festangestellten haben die Honorarkräfte und andere freie Mitarbeitende mit dem Corona-Lockdown von heute auf morgen ihre Verdienstmöglichkeiten verloren. Sie können zwar durch den „Vereinfachten Zugang“ aktuell noch bis Ende September auf Leistungen im Rahmen des SGB II zurückgreifen, aber das ersetzt nur einen Teil ihres Einkommens. Bei einem weiteren partiellen oder vollständigen Lockdown soll das Einkommen dieser Menschen gesichert und ihre Ressourcen sinnvoll genutzt werden, indem sie an anderer Stelle eingesetzt werden, insbesondere im Bereich der Bildung. So könnten bspw. Englischlehrende der VHS beim „Home-Schooling“ oder bei der Nachhilfe eingesetzt werden. Außerdem soll allen Mitarbeitenden das Angebot auf eine Festanstellung gegeben werden.

Die VHS und die Folkwang-Musikschule sind für die Lehrenden nur unzureichend mit digitalen Endgeräten ausgestattet und fallen nicht unter den Digitalpakt des Bundes. Beim letzten Lockdown haben viele Mitarbeitende mit ihren privaten Endgeräten ausgeholfen. Ein Geräte-Pool, aus dem sich bedient werden kann, könnte Abhilfe schaffen um die Bedingungen für das digitale Lernen zu verbessern.