Skip to main content
www.pixabay.com

Baustopp Verkehrskonzept schlecht für Werden

 

Die Ratsfraktion DIE LINKE ist überrascht über den Baustopp für die Ortsumfahrung Essen Werden. Das Oberverwaltungsgericht Münster hat – anders als zuvor das Verwaltungsgericht Gelsenkirchen – entschieden, dass die Verkehrsführung in Werden nicht ohne ein Planfeststellungsverfahren geändert werden darf. Der vom Rat gefällte Baubeschluss reiche nicht aus.

 

„Die jetzige Situation ist aus unserer Sicht ziemlich ärgerlich, denn unter dem Strich hätte die Umsetzung des Verkehrskonzeptes für die Werdenerinnen und Werdener Verbesserungen gebracht,“ so Ratsmitglied Wolfgang Freye, für DIE LINKE im Planungsausschuss. „Wir sehen dabei durchaus auch Erklärungsbedarf bei der Verwaltung, die dem Rat auch auf Nachfrage versichert hat, dass ein entsprechender Beschluss reicht und kein Planfeststellungsverfahren nötig ist. Damit keine überlange Hängepartie entsteht, muss das Verfahren jetzt schnell auf den Weg gebracht werden.

Wir gehen nicht davon aus, dass die damit verbundene Umweltverträglichkeitsprüfung zu einem Aus für das Verkehrskonzept führt, da es am Ende um eine Abwägung für den Stadtteil insgesamt geht und nicht nur um die Situation auf der Abteistrasse.“

Zwar ist es richtig, dass sich das Verkaufsaufkommen auf der Abteistraße erhöhen wird und damit  auch die Lärm- und Schadstoffbelastungen an dieser Stelle. Doch die Abteistrasse ist wesentlich besser durchlüftet als die dicht bebaute und enge Brückstraße. Deswegen gehen auch die bei der Vorbereitung des Beschlusses erstellten Prognosen von einer insgesamt deutlichen Reduzierung der Schadstoffbelastung aus.

“Angesichts der hohen Feinstaubbelastungen ist das Gerichtsurteil ein herber Rückschlag für unseren Stadtteil“ so Ulla Lötzer, für DIE LINKE in der Bezirksvertretung. „Dass die Anwohner der Abteistraße zu den großen Verlierern dieses Konzeptes gehören würden, halte ich für überzogen. Immerhin sind fast ein Drittel der rund 7. Mio Euro veranschlagten Gesamtkosten für Lärmschutzmaßnahmen wie neue Fenster und Flüsterasphalt vorgesehen. Und dieser Lärmschutz liegt jetzt auch auf Eis und kann nicht umgesetzt werden.“