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Bedenken gegen Bebauung des Plänkerwegs berechtigt

Die Ratsfraktion DIE LINKE hat sich in einem Gespräch mit der Bürgerinitiative „Rettet die Katernberger Grünflächen“ über die Gründe für die Ablehnung der geplanten Bebauung der Grünfläche Plänkerweg/Feldwiese informiert. Sie hält die Einwände gegen diese Nachverdichtung für nachvollziehbar. Im September letzten Jahres hatte der Planungsausschuss die Erarbeitung des Bebauungsplans beschlossen. Vonovia plant dort drei bis vier neue Wohnhäuser und eine Kita.

„Der Stadtteil Katernberg ist gerade in diesem Bereich bereits jetzt schon stark verdichtet“, so Wolfgang Freye, für DIE LINKE im Rat und im Planungsausschuss. „Verschärfend kommt hinzu, dass die große Wiese auf der Halde nördlich des Plänkerwegs wegen der starken Verseuchung mit Altlasten der ehemaligen Firma Olsberg für die Bevölkerung gesperrt ist. Sie ist nicht als Grünfläche nutzbar. Die Wiese, die bebaut werden soll, ist die einzige große zusammenhängende grüne Freifläche in der Siedlung. Sie wird gerade zu Corona-Zeiten insbesondere von Familien stark genutzt. Mit den geplanten Wohnhäusern würde ein Stück Lebensqualität für die Anwohner verschwinden.“

Die Ratsfraktion DIE LINKE ist für Nachverdichtung, hält aber nicht zuletzt aus Klimaschutzgründen Erhalt von Freiflächen in den gewachsenen Siedlungen für nötig. Die Fläche Plänkerweg/Feldwiese steht seit vielen Jahren als Freifläche in den derzeitigen Bebauungsplänen zur Sicherung großer zusammenhängender Grünflächen. Denkbar wäre aus Sicht der Fraktion allenfalls der Bau einer Kita im hinteren Teil des Plänkerwegs. Zum aktuellen Kitabedarf im Stadtteil und zum Stand der Erarbeitung des Bebauungsplans wird sie im Planungsausschuss am Donnerstag eine Anfrage stellen. Insgesamt fehlen in ganz Essen immer noch rund 2.000 Kita-Plätze, ca. 924 neue Plätze sind im Laufe des letzten Jahres hinzugekommen.

„Außerdem wollen wir wissen, wie groß der Wohnungsleerstand insbesondere in den Siedlungen von Vonovia ist“, so Wolfgang Freye abschließend. „Denn nach Aussage der Initiative soll es einen vergleichsweise großen Leerstand in den Katernberger Siedlungen geben, nicht zuletzt wegen der Mietpreise. Dann wäre es besser, erst die Leerstände anzugehen, als eine Grünfläche für neue Wohnungen zu opfern.“

DIE LINKE fragt auch nach den Ergebnissen von Bodenproben, die auf dem Gelände gezogen worden sind. Auszuschließen ist nämlich nicht, dass auch dieses Gelände verseucht ist.