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Belastung belegt: Ausbau der B 224 ist Unsinn

Die Ratsfraktion die Linke Essen spricht sich weiterhin gegen den Ausbau der B 224 zwischen dem Autobahnkreuz Essen/Gladbeck und dem Autobahnkreuz Essen-Nord zur Autobahn A 52 aus. Denn nun ist auch offiziell bestätigt: Durch die größere Geschwindigkeit der Fahrzeuge und die Zunahme des Verkehrs würde die Luft- und Lärmbelastung für die Menschen in den umliegenden Vierteln unzumutbar steigen. So geht die Stadt Essen von einer Zunahme des Verkehrs um ca. 9,5 Prozent südlich des Autobahnkreuzes Essen-Nord aus. Auf dem Stück zwischen Gladbeck und dem Autobahnkreuz sind es mit einer Zunahme von 43.300 Fahrzeuge täglich auf 49.600 sogar fast 15 % mehr Verkehr.

„Von der Mehrbelastung durch Schadstoffe und Lärm einmal abgesehen, ist der Ausbau der B 224 zur A 52n mit einem Ende wieder in der B 224 auch verkehrsplanerisch kompletter Unsinn“, so Ratsmitglied Wolfgang Freye, für DIE LINKE im Planungsausschuss. „Besonders die Autofahrer/innen aus Richtung Gladbeck würden nur umso schneller im dann größeren Stau am Autobahnkreuz Essen-Nord und auf der Gladbecker Straße stehen. Es sei denn, es geht darum, Fakten zu schaffen und Druck für die umstrittene Durchstreckung der A 52 auch durch Essener Wohngebiete zu machen. Das lehnen wir entschieden ab.“

Statt viel Geld für dieses unsinnige Straßenprojekt zu verbrennen, spricht sich die Ratsfraktion DIE LINKE für den stärkeren Ausbau des Nahverkehrs und des Schienenverkehrs aus, gerade bei den Nord-Süd-Verbindungen. Darüber hinaus sollten endlich die Vorschläge der Mobilitäts-Werkstatt Gladbeck zur Stärkung anderer Verkehrsarten geprüft werden, einschließlich einer Straßenbahnverbindung durch die „Freiheit Emscher“ nach Bottrop.

„Die Stadt Essen sollte mit den anderen Kommunen nach sinnvollen Lösungen entlang der gesamten Strecke zu suchen. Diese sollten vor allem auf die Entlastung der Straßen und der Stärkung von Bus, Bahn und Fahrrad setzen“, so Wolfgang Freye abschließend.