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Foto: Bildung / pixelio.de

Bildungschancen verbessern

Dass der Wohnort über die Bildungschancen von Kindern bestimmt ist ein gesellschaftspolitischer Skandal, der dringend bekämpft werden muss. Deshalb begrüßt es die Ratsfraktion DIE LINKE, dass der SPD-Parteitag Essen jetzt auch dafür ist, die Verteilung der Ressourcen bei der Schul-entwicklung nach einem Sozialindex vorzunehmen. Damit knüpft die SPD an Ratsinitiativen der Fraktion DIE LINKE an, die sich schon länger dafür einsetzt, Ungleiches ungleich zu behandeln und die benachteiligten Schulen stärker zu fördern.

„Die Stadt Essen muss für den nächsten Haushalt deutlich mehr Geld für Bildung in den benachteiligten Stadtteilen einplanen“, so Gabriele Giesecke, Fraktionsvorsitzende DIE LINKE. „Wie begrüßen es, dass der neue  Schuldezernent Muchtar Al Ghusain im Gegensatz zu seinem Vorgänger an den städtischen Stellschrauben drehen und zusätzliches Personal zur Verfügung stellen will. Denn lehrerunterstützendes Personal kann die Stadt einstellen, wie Sozialarbeiter, Sprachbegleiter, Sekretärinnen, Hausmeister und Schulpsychologen. Das ist dringend notwendig. Denn ein viel zu  großer Teil der Schulkinder im  Essener Norden weisen wegen der Armut in der sie groß werden, schulrelevante Entwicklungsstörungen auf.“

Die Verteilung der Lehrerstellen ist dagegen Landessache. Deshalb erwartet die Ratsfraktion DIE LINKE auch von der Landesregierung dass sie ihren Beitrag zur Chancengleichheit leistet und mehr Lehrer einstellt sowie Sozialindikatoren bei der Verteilung der Lehrerstellen berücksichtigt. Im Rahmen der zugesagten neuen Schulentwicklungsplanung müssen Gesichtspunkte und Probleme sog „sozialer Brennpunkte“ berücksichtigt werden. „Aber auch die Zivilgesellschaft hat Stellschrauben“, so Gabriele Giesecke abschließend. „Es wäre sicherlich gut, Patenschaften zwischen finanziell besser- und weniger gutbestellten Schulen auf den Weg zu bringen.“