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Bild von Pexels auf Pixabay.com

Bodensanierung nicht auf Kosten der Stadt

Die Ratsfraktion DIE LINKE begrüßt eine Bebauung des Geländes des ehemaligen Recyclingbetriebes Richter in Kray, fordert aber eine strenge Prüfung des Bodens. Denn aufgrund des jahrzehntelangen Ausstoßes von Schwermetall und PCB ist die Wahrscheinlichkeit einer umfassenden Verunreinigung sehr groß. Heute wird in der Bezirksvertretung VII die Vorlage zur Aufstellung des Bebauungsplanes beraten, danach soll der Planungsausschuss Anfang November darüber entscheiden.

„Wir können es nicht nachvollziehen, dass die Vorlage nicht auch im Umweltausschuss beraten wird“, so Jürgen Zierus, für DIE LINKE in der BV VII und im Umweltausschuss. „Aufgrund der zu erwartenden Bodenbelastung ist es nach wie vor ein Umweltthema. Außerdem ist die Hintergrundbelastung des hochgiftigen PCB in Kray immer noch so hoch, dass die EU-Werte überschritten werden und kein großblättriges Gemüse aus dem Freilandanbau gegessen werden darf.“

Nach Ansicht der Ratsfraktion DIE LINKE dürfen die Kosten für die Bodensanierung auf keinen Fall auf die Stadt Essen zurückfallen. „Dafür ist die Immobiliengesellschaft zuständig, die das Gelände gekauft hat“, so Ratsherr Wolfgang Freye, für DIE LINKE im Planungsausschuss. „Wir gehen davon aus, dass diese sich für diesen Fall bei der Richter-Mutterfirma van Hout abgesichert hat, wissen es aber nicht.“

Deshalb kann DIE LINKE aufgrund des aktuellen Informationsstandes zu diesem Zeitpunkt noch nicht beurteilen, ob eine Wohnbebauung überhaupt realistisch ist, sollten die extrem hohen Kosten einer dafür notwendigen Bodensanierung fällig werden. „Von daher sollte die Möglichkeit eines nicht-störenden Gewerbes noch nicht ausgeschlossen werden, weil dafür weniger Aufwand für die Bodensanierung fällig wäre“, so Wolfgang Freye abschließend.