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Contilia handelt unverantwortlich und kopflos

Die Ratsfraktion DIE LINKE ist empört über das Durcheinander, dass die Geschäftsführung der Contilia GmbH bei der Gesundheitsversorgung im Essener Norden anrichtet. Es zeigt sich deutlich, dass die Contilia kein Konzept für ihr Vorgehen hat. Nachdem erst der Ausbau des Marienhospitals geplant wurde, soll es nun geschlossen werden, ebenso wie das Vincent-Hospital. Das käme einem Kahlschlag gleich.

„Von der Stadt erwarten wir, dass sie zügig eine Konferenz unter Beteiligung aller Akteure zur Diskussion eines Gesamtkonzeptes durchführt“, so Fraktionsvorsitzende Gabriele Giesecke. “Die linke Ratsfraktion fordert eine solche Konferenz bereits seit Monaten im Sozialausschuss. Bisher fehlt eine Planung für die Gesundheitsversorgung völlig. Es muss Schluss sein mit dem ‘Rein in die Kartoffeln, raus aus den Kartoffeln‘ der Contilia. Der vorläufige Gipfel der Verantwortungslosigkeit von Contilia sind die jetzt angekündigten Schließungen bereits ab Oktober. Unter diesem Hin und Her leiden vor allem die Beschäftigten und die Bürger*innen des Essener Nordens.“

Die Ratsfraktion DIE LINKE hält die Krankenhaus- und Gesundheitsversorgung im Essener Norden für massiv gefährdet. Sie fordert daher ein Gesamtkonzept für die Krankenhaus- und Gesundheitsversorgung, das mit allen Akteuren, der Stadt und dem Land abgestimmt wird. Es darf nicht sein, dass die Menschen aus den nicht so wohlhabenden Stadtteilen im Norden viele Kilometer in Krankenhäuser fahren müssen, die dann alle südlich der A 40 liegen.

Völlig unakzeptabel sind auch Schließungen zum Ende des Jahres, weil die Gesundheitsversorgung im Essener Norden bis dahin nicht neu aufgestellt werden kann. Denn selbst wenn man den Ausbau des Philippusstiftes in Borbeck als Alternative akzeptieren würde, ist es völlig klar, dass das Philippusstift bis zu den für Ende dieses Jahres geplanten Schließungen nicht so um- und ausgebaut werden kann, dass es die Aufgaben der zwei Krankenhäuser in Altenessen und Stoppenberg übernehmen könnte, geschweige denn alle Beschäftigten.

 „Die Contilia-Gruppe hat mit ihrem verantwortungslosem Handeln scheinbar nur ihre eigene Bilanz im Blick, mit der es nicht zum Besten steht“, so Gabriele Giesecke abschließend. „Da stellt sich die Frage, wie der Ausbau überhaupt gestemmt werden soll? Unverantwortlich ist auch, dass die schwarz-gelbe NRW-Landesregierung das neue Vorgehen der Contilia anscheinend mitträgt. Wir LINKE stehen solidarisch an der Seite der Beschäftigten, sie brauchen eine sichere Perspektive.“