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Frank Schwarz / Alle Rechte vorbehalten
Foto: Fraktion DIE LINKE. im Bundestag

Das Integrationsprojekt MiA muss über 2020 hinaus finanziert werden

Die Ratsfraktion DIE LINKE teilt die Sorgen der Integrationsbeauftragten Galina Borchers bezüglich des drohenden Wegfalls des Integrationsprojektes „Migrantinnen und Migranten in Arbeit“ (MiA). Die Landesregierung will das Projekt nicht über das Jahr 2020 hinaus finanzieren. Das Projekt hilft vor allem Menschen aus Südosteuropa bei der Integration in den hiesigen Arbeitsmarkt.

„Eine Streichung der Landesmittel durch die schwarz-gelbe Landesregierung wäre unverantwortlich", so die Fraktionsvorsitzende Gabriele Giesecke. "Gerade Zuwanderer aus Südosteuropa haben es ohnehin nicht leicht in Deutschland. Wenn das Projekt wegfällt, leiden darunter nicht nur die Zuwanderer, sondern auch die Stadt Essen, die solche notwendigen Hilfsprojekte dann aus eigenen Mitteln finanzieren müsste.“

Für die Ratsfraktion DIE LINKE ist besonders die Unterstützung von Sinti und Roma durch das Projekt von großer Bedeutung. Diese wurden in der Regel schon in ihren Heimatländern diskriminiert, weshalb viele keine Schule in ihren Herkunftsländern besuchen konnten und eine schlechte oder gar keine Ausbildung haben. Ohne Hilfen wären die Menschen noch stärker skrupellosen Arbeitgebern und Vermietern ausgeliefert, die schon heute die Notlagen ausnutzen und sie z.B. zur Schwarzarbeit zu erbärmlichen Löhnen nötigen oder ihnen baufällige Wohnungen teuer vermieten.

„Der Integrationsrat und der Sozialausschuss sollten sich jetzt damit befassen, wie die drohende Streichung der Landesmittel abgewendet werden kann. Wir werden entsprechende Anträge einbringen“, so Yilmaz Gültekin, Ratsherr und Mitglied im Integrationsrat für DIE LINKE abschließend. „Gut wäre es, wenn sich darüber hinaus die Essener Landtagsabgeordneten für den Erhalt der Förderung einsetzen würden, die so dringend gebraucht wird."