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Foto: I-vista / pixelio.de

Ostermannplatz als soziale „grüne Mitte“ erhalten

Mit Interesse hat die Ratsfraktion DIE LINKE die vielen Unterschriften zur Kenntnis genommen, mit denen viele Anwohnerinnen und Anwohner des Eltingviertels gegen den geplanten Bau einer Kita mitten auf dem Ostermannplatz protestiert haben. Der Charakter des Platzes als sozialer Treffpunkt mit viel Grün wird dadurch gefährdet. Die Ratsfraktion DIE LINKE fordert die Verwaltung und Vonovia deshalb auf, Alternativmöglichkeiten zu prüfen. Auf Anfrage der Fraktion DIE LINKE nach möglichen Lösungen hat Vonovia mitgeteilt, demnächst ein Gespräch mit den Fraktionsspitzen führen zu wollen.

„Wir würden es sehr begrüßen, wenn Vonovia und die Verwaltung noch einmal das Gespräch suchen, sowohl mit den Ratsparteien als auch mit den Bewohnerinnen und Bewohnern“, so Ratsherr Wolfgang Freye, für DIE LINKE im Planungsausschuss. „Es wäre fatal, wenn der uralte Bebauungsplan, der eine Bebauung des Platzes zulässt, einfach ,durchgezogen‘ wird. Der Ostermannplatz ist eine grüne Oase mitten im dicht besiedelten Nordviertel und hat für die Anwohner die Funktion eines Dorfplatzes. Das darf nicht aufs Spiel gesetzt werden, sonst nimmt man dem Viertel die Mitte. Warum soll eine weitere Kita nicht an anderer Stelle in der Nähe oder direkt in einem der vielen Häuser von Vonovia im Viertel untergebracht werden?“

Das Nordviertel ist nach den Klimakarten der Stadt einer der wärmsten Bereiche der Innenstadt. Der Platz schafft hier etwas Linderung, die gerade bei einer weiteren Erwärmung dringend nötig ist. Zudem sind der Kiosk und die Fläche einschließlich der Bänke ein wichtiger Treffpunkt im Viertel.

Im Nordviertel werden tatsächlich dringend Kitaplätze benötigt. Zwar liegt die rechnerische Versorgungsquote bei fast 40 Prozent für Kinder unter drei Jahren und bei fast 115 Prozent bei den Über-Dreijährigen. Doch bei diesen Zahlen werden die Kinder der Mitarbeiter der beiden Betriebskitas von RWE und Universität mitgerechnet, ebenso die Plätze der Kita-Helen-Keller-Straße, auf die schwer behinderte Kinder aus dem ganzen Stadtgebiet gehen.

„Die tatsächliche Versorgungsquote für die Kinder im Viertel liegt bei nur 16,5 Prozent für U 3 und bei knapp 80 Prozent für Ü 3“, so Ratsfrau Ezgi Güyildar, für DIE LINKE im Jugendhilfeausschuss. „Der Bedarf ist also da. Es muss aber beides möglich sein. Neue Kitaplätze schaffen und der Erhalt des Platzes und seiner Bäume.“

 

Mit freundlichen Grüßen und der Bitte um Veröffentlichung

 

Sie erreichen Wolfgang Freye unter 0163 7358030 und Ezgi Güyildar unter 0163 7938890