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Foto: Pelle Sten / flickr.com

Demo: Die Stadt gehört uns allen!

Die Ratsfraktion DIE LINKE wird in der Ratssitzung diesen Mittwoch eine Aktuelle Stunde beantragen, um den unsäglichen Umgang der EMG mit dem Zombie-Walk zu thematisieren. Seit Jahren fördert die EMG verstärkt eine Kommerzialisierung der Innenstadt, die vor allem gehobeneres Publikum ansprechen soll. Der Essener Zombie-Walk, der seit 13 Jahren stattfindet, darf nicht das nächste Opfer dieser Politik werden.

„Wir wollen in der Aktuellen Stunde vor allem deutlich machen, dass es Essen sehr wohl Platz für den traditionsreichen Zombie-Walk gibt", so Fraktionsvorsitzende Gabriele Giesecke. "Wir hoffen, dass auch die anderen Fraktionen die Gelegenheit zur Klarstellung nutzen, dass die Innenstadt ein Platz für vielfältige Veranstaltungen ist. Leider tut die EMG gerade alles, um Essen ein hochglanzpoliertes Image zu verpassen, in dem Subkulturen keinen Platz mehr haben. Den Zombie-Walk jetzt gegen das Essen Light Festival auszuspielen wie die EMG es tut ist hier ein trauriger Höhepunkt."

DIE  LINKE und die Grünen rufen für Halloween (31.10.2019) zu einer Demonstration unter dem Motto „Die Stadt gehört uns allen“ auf. Sie wollen vor allem zeigen, dass die Stadt allen Bürger*innen gehört und der öffentliche Raum nicht dem Kommerz geopfert werden darf. In den vergangenen Jahren gab es für alternative, kostenfreie und aus der Stadtgesellschaft kommende Veranstaltungen leider immer weniger Platz.

Die Demonstration wird um 16:30 Uhr am Willy-Brandt-Platz beginnen. Zombie-Walk-Veranstalter Dirk Bußler bat nach dem Verbot des Zombie-Walk in der letzten Woche LINKE und Grüne, um politische Unterstützung. Die Veranstalter hoffen auf große Unterstützung der Demonstration aus den Kreisen der traditionellen Zombie-Walk-Teilnehmenden.

„Arrogante Bemerkungen wie >Groß geht vor Klein< von EMG-Geschäftsführer Röhrhoff sind mehr als kontraproduktiv, um die Innenstadt lebendiger für alle zu gestalten. Die von der EMG in Auftrag gegebene Rheingold-Studie empfiehlt, die Innenstadt zum emotionalen Herzen von Essen zu machen. Deshalb sollte Herr Röhrhoff Menschen nicht verprellen, sondern nach Möglichkeiten suchen, den unterschiedlichen Interessen Raum zu verschaffen. Die Tradition des Zombie-Walks gehört nunmal zu Essen und verbindet viele Menschen emotional mit der Innenstadt", so Gabriele Giesecke abschließend.