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Denkmalschutz für Gruga-Bad überfällig

Die Ratsfraktion DIE LINKE. Essen begrüßt die Aussage von Oberbürgermeister Thomas Kufen, das Grugabad nun endlich in die Denkmalschutzliste aufzunehmen. Eigentlich wäre die Stadt dazu schon lange verpflichtet gewesen. Das Rheinische Amt für Denkmalpflege hat die Denkmalwürdigkeit des Grugabades bereits vor fast fünf Jahren festgestellt. Dem Planungsausschuss lag der Vorschlag zur Aufnahme in die Denkmalliste das erste Mal im August 2015 vor, wo er von der Großen Koalition abgelehnt wurde. Darüber hinaus sind dringend Schritte zur Sanierung des Grugabades nötig.

„Wir sind gespannt, ob die politischen Mehrheiten für eine Aufnahme des Grugabades in den Denkmalschutz nun stehen und werden einen entsprechenden Antrag stellen, wenn die Verwaltung das nicht selbst tut,“ so Wolfgang Freye, für DIE LINKE im Planungsausschuss. „Darüber hinaus muss die Technik des Grugabades dringend saniert werden, denn es ist jahrelang auf Verschleiß gefahren worden. Außerdem sollte die derzeitige Zwangspause genutzt werden, um mit dem Umbau zu einem Ganzjahresbetrieb zu beginnen. Aus unserer Sicht kann der Umbau auch ohne die eigentlich geplante Machbarkeitsstudie geplant und begonnen werden kann. Abwarten würde nur zu weiteren Verteuerungen führen und den Betrieb des Bades gefährden.“

DIE LINKE hatte bereits im Oktober 2018 nach einer Besichtigung der Technik des Grugabades die Einrichtung eines Fonds im Haushalt beantragt, um nötige Sanierungskosten finanzieren zu können. Auch dieser Antrag wurde von der GroKo abgelehnt. Damals ging es noch um rund 15 – 20 Mio. Euro Kosten. Aktuell geht die Verwaltung von 34 Mio. Euro aus. Für den nächsten Sportausschuss hat nun die GroKo einen Antrag in der gleichen Richtung gestellt.

„Deutlich mehr als die Hälfte aller Badegäste in Essen ging in den letzten Jahren ins Grugabad, durch die heißen Sommer stiegen die Zahlen auch absolut wieder,“ so Wolfgang Freye weiter. „Das Grugabad hat ein Alleinstellungsmerkmal, nicht nur weil es denkmalwürdig ist. Gerade weil das Grugabad recht große Flächen hat, würden wir uns trotz Corona-Krise Lösungen wünschen, die auch in diesem Jahre eine baldige Öffnung ermöglichen. Auch das sollte zügig geklärt werden.“