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Denkmalschutz für Gruga-Bad überfällig

Für die Ratsfraktion DIE LINKE ist es höchste Zeit, dass das Grugabad nun endlich unter Denkmalschutz gestellt wird. Das Rheinische Amt für Denkmalpflege hat die Stadt schon lange dazu aufgefordert. Ein Antrag der Verwaltung, der von der GroKo abgelehnt wurde, lag dem Planungsausschuss im August 2015, also vor genau 15 Jahren, das erste Mal vor. Auch im heutigen Sportausschuss kamen aus der Groko vor allem Bedenken, dass durch den Denkmalschutz der notwendige Umbau des Grugabades nicht möglich sei und die Stadt bei den gestalterischen Möglichkeiten eingeschränkt werde.

„Es ist schon hanebüchen, dass die Bedenken gegen den Denkmalschutz immer noch vorgetragen werden, obwohl die Denkmalschutzbehörde eindeutig klargestellt hat, dass ein sinnvoller Umbau des Grugabades auf Grundlage der Anregungen aus den Workshops des Ideenwettbewerbs möglich ist“, so Wolfgang Freye, für DIE LINKE im Planungsausschuss. „Auch eine Überdachung eines der Becken ist möglich, solange die Kernelemente des Grugabades wie die Zuschauertribüne, der 10-Meter-Turm und die Elefantenrutsche erhalten bleiben. Wir sind dafür und erwarten, dass sich der Planungsausschuss am 3. September eindeutig für den Denkmalschutz entscheidet, damit klar ist, dass die Regelungen der Denkmalschutz bei den weiteren Planungen beachtet werden muss.“

Verärgert zeigt sich DIE LINKE über die Ablehnung ihres Antrages auf die sofortige Verlängerung der Öffnungszeiten des Grugabades durchgehend von 6.00 bis 20.00 Uhr und am Wochenende von 8.00 bis 20.00 Uhr. Dazu Herbert Bußfeld, Mitglied im Sportausschuss: „Gerade weil wegen Corona nur eine begrenzte Anzahl an Menschen eingelassen werden kann, müssen die Öffnungszeiten ausgeweitet werden, damit mehr Menschen das Bad nutzen können. Dass das noch nicht einmal in den großen Ferien sichergestellt wurde, ist inakzeptabel. Leider haben die anderen Fraktionen heute unseren Antrag abgelehnt. Aber immerhin haben wir die Zusage erhalten, dass die notwendigen 120.000 Euro für längere Öffnungszeiten in den Wirtschaftsplan 2021 eingestellt werden. Es bleibt eine Schande, dass die Menschen in dieser Saison so in ihrer Freizeitgestaltung eingeschränkt werden – wegen ,Peanuts‘.“

Ursprünglich war das nötige Geld auch in diesem Jahr im Entwurf des Wirtschaftsplans für die Sport- und Bäderbetriebe vorgesehen. Der Kämmerer hatte es im Rahmen von Sparmaßnahmen wieder herausgestrichen, mit Billigung der GroKo aus CDU und SPD.