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Foto: Horst57 / wikimedia commons

DIE LINKE hält neue Überlegungen für immer „wilder“

Die Ratsfraktion DIE LINKE kann die anhaltenden Diskussionen über die Schließung des Flughafens Essen/Mülheim nicht mehr nachvollziehen. Kurz bevor es ernst wird – erste Schritte zur Schließung sind ja spätestens 2024 möglich, wenn die Verträge mit der Firma Wüllenkämper auslaufen – werfen alle noch einmal ihren Hut in den Ring. An der Beschlusslage des Rates, der seit 25 Jahren einen schnellstmöglichen Ausstieg aus dem Flughafen beschlossen hat, ändert sich dadurch jedoch gar nichts.

„Ich dachte eigentlich, dass dieses Thema mit dem Ende der Sommerpause wieder vom Tisch wäre, aber Pustekuchen“, so Ratsmitglied Wolfgang Freye, für DIE LINKE im Planungsausschuss. „Dabei ging die Diskussion in den letzten Jahren nicht mehr darum, ob der Flugbetrieb eingestellt werden soll, sondern wann. Nach dem Gutachten der Rechtsanwaltskanzlei Lenz & Johlen aus Düsseldorf wäre eine Einstellung von Teilen des Flughafens sogar vor 2024 möglich, wenn die Pachtverträge der Firma Wüllenkämper auslaufen. Unumstritten war, dass der Flughafen spätestens 2033, bei Auslaufen der Verträge mit der Flugschule, auslaufen soll. Das hat der Rat aber beschlossen und daran müssen sich die Wirtschaft und ihre Vertreter*innen im Rat auch halten.“

DIE LINKE ist dafür, das Ziel der schnellstmöglichen Schießung des Flughafens weiter zu verfolgen. Dabei war immer klar, dass die Funktion des Geländes als Klimazone und Frischluftschneise bei einer Bebauung mit Wohneinheiten und Gewerbe berücksichtigt werden muss. Deshalb sehen die derzeitigen Überlegungen ja auch nur die Nutzung von ca. einem Drittel der Fläche vor.

„Als Hubschrauberlandeplatz für Notfälle, als Landeplatz für Zeppeline oder für Drohnen könnte der Flughafen auch noch mit einem kleinen Teil des Geländes dienen“, so Wolfgang Freye abschließend. „Überlegungen zu einem Ausbau hin zur großen Düse sind angesichts des Flughafens Düsseldorf nebenan und dem dadurch entstehenden Lärmpegel für die Anwohner*innen jedoch völlig hanebüchen. Wir werden dagegen halten und können uns auch nicht vorstellen, dass es Mehrheiten für einen Weiterbetrieb im Rat der Stadt Essen gäbe.“