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Foto: Dirk Kruse /Pixelio.de

„Trinker-Szene“: Probleme lösen, nicht verdrängen

Mit Erstaunen hat die Ratsfraktion DIE LINKE das Interview von Ordnungsdezernent Christian Kromberg im Radio Essen gehört. Darin behauptet Herr Kromberg, dass das „Problem“ der sogenannten „Trinker-Szene“ gelöst sei.

„Das Problem ist aber nicht gelöst, sondern nur verdrängt“, so Ratsfrau Ezgi Güyildar, für DIE LINKE im Jugendhilfeausschuss. „Denn viele, die sich zuvor am Eingang zur Stadt aufhielten, halten sich nun einfach hinter dem Bahnhof auf oder 100 Meter weiter an der Hollestraße. Das ist nur ein Hin- und Hergeschiebe, ähnlich wie mit den Straßendealern. Statt die Menschen zu verdrängen, brauchen wir noch mehr Streetworker, die diese Menschen Wege aus der Obdachlosigkeit aufzeigen. Sie müssen bei der Wohnungs- und Jobsuche unterstützt werden. Repression bringt vielleicht dem Stadtbild etwas, aber leider nicht den Menschen.“

Die Ratsfraktion DIE LINKE sieht bei der Thematik kein Problem, das nur nicht vorhanden ist, wenn es nicht sichtbar ist. sondern Menschen, die Hilfe benötigen und keine Ungleichbehandlung.

„Herrn Kromberg lässt Gruppen auflösen, die größer als drei oder vier Leute sind“, so Ezgi Güyildar abschließend. „Ich habe bisher nicht festgestellt, dass größere Gruppen, die erkennbar nicht zur "Trinker-Szene" gehören, aufgelöst und des Platzes verwiesen wurden. Da wäre der Weihnachtsmarkt schnell leer. Den öffentliche Raum dürfen alle Menschen nutzen, dabei darf nicht mit zweierlei Maß gemessen werden.“