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Doch kein Abbiegezwang auf der Rü?

Die Verwaltung will die Abbiegezwänge auf der  Rüttenscheider  Straße für mindestens anderthalb Jahre verschieben und nur einführen, wenn sich der Durchgangsverkehr bis dahin nicht verringert hat. Die Ratsfraktion DIE LINKE lehnt diese Verschiebung ab, denn es ist überhaupt nicht klar, wie und warum sich der Straßenverkehr ohne regulatorische Eingriffe verringern sollte.

„Damit ist die Verwaltung durch den massiven Druck der Einzelhändler und Gastronomen eingeknickt“, so Ratsherr Wolfgang Freye, für DIE LINKE im Planungsausschuss. „Dabei könnte mit dem Abbiegezwang der Autoverkehr auf der Rü um mindestens 25 Prozent gesenkt werden. Das ist auch dringend notwendig, denn allein auf der Rüttenscheider Straße sind in zwei Jahren sieben Fußgänger und drei Radfahrer zum Teil schwer verletzt worden. Deshalb sind alle Maßnahmen gut, die die Sicherheit für die Fahrradfahrenden und Fußgänger verbessern.“

Nach Ansicht der Ratsfraktion DIE LINKE wäre es eine bessere Lösung, aus der Rüttenscheider Straße gleich eine Einbahnstraße zu machen. Die Behauptung der IGR und des Einzelhandelsverbandes,  ein verringerter Autoverkehr wäre nachteilig für den Einzelhandel, ist aus Sicht der Ratsfraktion DIE LINKE fadenscheinig. Erfahrungen aus anderen Städten, die den Autoverkehr zum Teil noch massiver eingeschränkt haben, belegen diese Behauptung nicht. Im Gegenteil profitiert der Einzelhandel dort von weniger Autoverkehr oft deutlich, weil sich die Aufenthaltsqualität für Fußgänger und Radfahrer verbessert.

„Bisher hat uns keiner erklärt, wieso die Zukunft der Geschäfte an der Rüttenscheider Straße am Autoverkehr in beiden Richtungen hängen soll. Gerade die eher kleinen Geschäfte dort leben vom Flair und den Einwohnerinnen und Einwohnern des Stadtteils, das sich durch einen entlasteten Autoverkehr und mehr Fahrradverkehr sogar weiter verbessern kann“, so Wolfgang Freye abschließend.