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Durchgang im Einkaufszentrum muss offen bleiben!

Die Ratsfraktion DIE LINKE. begrüßt es, dass die Bezirksvertretung I einstimmig gegen die geplante Beschränkung des Durchgangs durch das Einkaufszentrums Limbecker Platz gestimmt hat. Das Management des Limbecker Platzes will die in einem städtebaulichen Vertrag geregelten Öffnungszeiten für den Durchgang außerhalb der Geschäftszeiten spätabends und an Sonn- und Feiertagen stark einschränken. Am Donnerstag soll der Planungsausschuss darüber entscheiden.

„Der Planungsausschuss sollte ebenso ,klare Kante‘ zeigen wie die Bezirksvertretung und auf Beibehaltung der jetzigen Regelungen bestehen“, so Wolfgang Freye, für DIE LINKE im Rat und im Planungsausschuss. „Insbesondere mobilitätseingeschränkten Menschen würde der Zugang zur U-Bahn erschwert. Sie müssten dann werktags nach 22 Uhr und sonntags um das Einkaufszentrum herumkommen. Und eine Senkung der Nebenkosten für die Geschäfte im Einkaufszentrum von 13 Cent pro Monat und Quadratmeter Verkaufsfläche ist bestimmt kein erheblicher Beitrag zur Lösung der strukturellen Probleme des Einzelhandels, wie uns das Einkaufszentrum und die Verwaltung glauben machen wollen.“

Schon beim Abschluss des städtebaulichen Vertrages zum Einkaufszentrum gab es Diskussionen um die Durchgangsrechte. DIE LINKE bzw. ihre Vorgänger haben sich immer für eine möglichst weitgehende Öffnung ausgesprochen und schon damals vor Einschränkungen in der Zukunft gewarnt. Bereits 2011 gab es erste Einschränkungen der Nutzungszeiten. Die Ratsfraktion DIE LINKE hat deshalb kein Verständnis dafür, dass die Stadtverwaltung, die Essen Marketing GmbH (EMG) und die Essener Wirtschaftsförderungsgesellschaft (EWG) den Durchgang nun ganz zumachen wollen.

„Erst wird öffentlicher Raum unter der Bedingung privatisiert, dass dieser Raum zumindest teilweise öffentlich nutzbar bleibt, dann wird diese öffentliche Nutzung nach und nach einkassiert,“ so Wolfgang Freye weiter. „Das lehnen wir ab. Selbst wenn die Zahlen des Einkaufszentrums stimmen, nach denen der Durchgang werktags von 22:00 bis 0:15 Uhr durchschnittlich nur von 136 Menschen genutzt wird und sonntags von 1.500 ohne die Besucher*innen des Burgerladens, wären das knapp 95.0000 Wegenutzungen im Jahr. Das macht doch eher deutlich, dass der Weg gebraucht wird.“