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Eigene Busspur auf der Gladbecker Straße

Park+Ride Parkplatz am Autobahnkreuz Nord – Taktverdichtungen im ÖPNV

Aus Sicht der Ratsfraktion DIE LINKE ist es nicht verwunderlich, dass Gutachter zu der Schluss-folgerung gekommen sind, dass eine wechselseitige Verkehrsführung auf drei Spuren in eine Rich-tung auf der Gladbecker Straße nicht zu einer Entzerrung des Verkehrs führen würde sondern wei-tere Probleme verursachen würde.

Da auch ein sechsspuriger Ausbau der Gladbecker Strasse nicht funktionieren wird ist eine Verbesserung der Verkehrs- und Luftsituation nur mit einem ver-stärkten Wechsel zu anderen Verkehrsmitteln als dem Auto möglich.„Der Busverkehr sollte auf der Gladbecker Straße, wie auch auf anderen Hauptverkehrsstraßen, eine eigene Spur bekommen und ein Park+Ride-Parkplatz am Autobahnkreuz Essen-Nord eingerichtet werden, wie es auch in den Vorschlägen der Stadt als ,Lead Sity‘ vorgesehen ist,“ so Ratsmitglied Wolfgang Freye, für DIE LINKE im Planungsausschuss. „Nicht nachvollziehbar ist es, dass die Verwaltung trotz des Gutachtens weiter den Abriss von Häusern an der Gladbecker Straße verfolgen will. Ein sechsspuriger Ausbau macht demnach keinen Sinn und mehrere Hauseigentümer haben angekündigt, nicht verkaufen zu wollen“.

Die Situation an der Gladbecker Straße macht deutlich, dass eine nachhaltige, Verkehrspolitik mehr als notwendig ist. Dafür setzt sich die Ratsfraktion DIE LINKE mit einem Antrag im Rat nächste Woche ein. Sie schlägt vor, dass sich die kurzfristig wirksamen Maßnahmen der Stadt im Rahmen der „Lead City“ vor allem auf den Umstieg auf ÖPNV und Fahrrad fokussieren sollten. Ebenso wichtig wären die Taktverdichtungen des Nahverkehrs in den Morgen- und Abendstunden und an den Wochenenden. Die Stadt sollte zudem symbolische Maßnahmen planen, wie einen „Tag des Öffentlichen Nahverkehrs“, an dem das gesamte Angebot der Ruhrbahn kostenlos zur Verfügung steht.

„In Essen kommen Menschen morgens vor 6:30 Uhr nur mit hohem Zeitaufwand zur Arbeit, abends gibt es schon nach 20 Uhr auf vielen Linien nur noch einen Halbstundentakt“, so Wolfgang Freye abschließend. „Dieses eingeschränkte Angebot zwingt gerade viele jüngere Leute, doch auf das Auto zu setzen – und dann womöglich auf ältere, gebrauchte Fahrzeuge, die vergleichsweise hohe Schadstoffwerte haben.“