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Foto: Dieter Schütz / pixelio.de

Eine Schule für alle statt Segregation

Die Ratsfraktion DIE LINKE sieht die Entwicklung der Hauptschulen höchst problematisch. Dass die Hauptschulen jetzt angesichts des hinkenden Schulausbaus als Auffangbecken herhalten müssen, kann keine zufriedenstellende Lösung darstellen. Mit dieser Entwicklung können die Schulen weder ihren Bildungsauftrag vollständig wahrnehmen, noch zur Integration beitragen – sie verschärfen die Ungleichheiten.

„Seit Jahren machen wir im Rat der Stadt auf die Notwendigkeit eines ganzheitlichen Schulentwicklungsplans aufmerksam“, so Efstathios Tassikas, für DIE LINKE im Schulausschuss. „In Anbetracht des fehlenden Gesamtschulausbaus war es abzusehen, dass irgendwer den Kopf herhalten muss – natürlich sind es Mal wieder die weniger Privilegierten. Es ist nicht hinnehmbar, dass vor allem die Flüchtlingskinder aus den Seiteneinsteigerklassen vornehmlich in Hauptschulen landen. Wir teilen die Sorge der GEW, dass überspitzt ausgedrückt sogenannte ‚Ghetto-Schulen‘ entstehen könnten. Daher muss sofort gehandelt werden. Man könnte die Hauptschulen zu Gesamtschulen umstrukturieren oder an diese anbinden. Mittelfristig sollten die Hauptschulen sowieso verschwinden und eine Schulstruktur angestrebt werden, welche weniger stark selektierend wirkt.“

Nach Ansicht der Ratsfraktion DIE LINKE stellt die frühe Aufteilung von Kindern in unterschiedliche Schulformen keine geeignete Form dar, soziale Unterschiede auszugleichen. Eine ‚Schule für alle‘ von der ersten bis zur zehnten Klasse in Ganztagsform, die inklusiv ist und individuell auf die Kinder eingeht, würde hingegen sozial ausgleichend wirken.

„Wir erwarten jetzt von der GroKo, mögliche Sofort-Maßnahmen prüfen zu lassen sowie den Schulausbau in stärkerem Maße anzugehen bzw. da wo möglich auch direkt umzusetzen“, so Efstathios Tassikas abschließend. „Besonders die Gesamtschulen weisen in Essen seit Jahren zu wenige Kapazitäten auf und hätten längst ausgebaut werden müssen.“