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Foto: Tuxyso / Wikimedia Commons

Essener City zum emotionalen Herz der Stadt entwickeln

Für die Ratsfraktion DIE LINKE. sind die schlechten Ergebnisse der Studie von Rheingold nicht vom Himmel gefallen, die die Essener Marketing EMG zum Zustand der City beauftragt hatte. Mit der Fokussierung auf wichtige aber nicht entscheidende Nebenschauplätze, wie z.B. der Sauberkeit und vermeintlicher Sicherheit ist viel Zeit vertan worden, die Innenstadt attraktiver zu machen.  Trotz sinkender Kriminalität fühlen sich die Menschen vor allem deswegen unsicher, weil abends „tote Hose“ in der Innenstadt ist. Ohne bezahlbaren Wohnraum der für eine lebendige City auch nach Feierabend sorgt, wird es nichts mit der Innenstadtentwicklung.

„Es fehlt schon lange eine Strategie der Neuausrichtung der Innenstadt weg von der Einkaufsstadt hin zu einer lebenswerten Einwohnerstadt mit einer durchmischten Nutzung, sodass sich die Essenerinnen und Essener mit ihrer Stadt identifizieren können“, so die Fraktionsvorsitzende Gabriele Giesecke. „Stattdessen setzten der Essener Einzelhandel und die Stadt darauf, unliebsame Bevölkerungsgruppen aus der Innenstadt zu drängen. Das ist ein Grund, warum es zu wenige Sitzbänke gibt und die Aufenthaltsqualität für alle schlechter geworden ist. So gibt es kaum noch nichtkommerzielle Möglichkeiten sich in der City aufzuhalten.

Deshalb sollte nach Ansicht der Ratsfraktion DIE LINKE sehr viel mehr in die Aufenthalts- und Erlebnisqualität für die Einwohnerinnen und Einwohner investiert werden. Es fehlen Sitzmöglichkeiten ohne Verzehrzwang, Plätze zum Verweilen, Spielplätze und bezahlbarer Wohnraum. Die Vielfalt in der Innenstadt sollte gestärkt werden. „Gute Ansätze sehen wir in der derzeitigen Entwicklung des Nordviertels, insbesondere mit der Schaffung von mehr Wohnraum und Räumen für kulturelle Nutzungen“, so Gabriele Giesecke abschließend. „Über eine Ausdehnung dieser Strategie auch auf die anderen Bereiche der City sollte diskutiert werden. Daran sind alle Bevölkerungsgruppen zu beteiligen, damit die Innenstadt wieder das emotionale Herz der Stadt Essen werden kann.“