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Foto: Gerd Altmann / pixelio.de

Fahrradstraße auf der RÜ macht Sinn

Die Ratsfraktion DIE LINKE unterstützt das Vorhaben der Verwaltung, die Rüttenscheider Straße in eine Fahrradstraße umzuwandeln und dafür den Durchgangsverkehr in erster Linie über die Alfredstraße zu leiten. Damit könnte laut Berechnungen der Verwaltung der Autoverkehr auf der Rü um mindestens 25 Prozent gesenkt werden. Allein dadurch würde sich die Sicherheit für die Fahrradfahrenden verbessern.

„Wir könnten uns durchaus auch vorstellen, aus der Rüttenscheider Straße eine Einbahnstraße zu machen,“ so Ratsmitglied Wolfgang Freye, für DIE LINKE im Planungsausschuss. „Eine solche Lösung würde den Verkehr insgesamt entlasten und mehr Platz für einen reibungslosen Fahrradverkehr auf der Fahrbahn schaffen. Eine Einbahnstraßenregelung könnte auch nicht so leicht umgangen werden, wie das jetzt geplante Verbot des Geradeausfahrens zwischen Rüttenscheider Stern und Martinstrasse. Aber die von der Verwaltung vorgeschlagene Lösung wird immerhin einige Verbesserungen für das Fahrrad als Verkehrsmittel bringen, und das ist ja auch das Ziel bei der Einrichtung von Fahrradstraßen. Schade, dass dieses Ziel nicht von allen Beteiligten getragen wird, sonst gäbe es wahrscheinlich manche Kritik nicht.“

Die Behauptung der IGR und des Einzelhandelsverbandes, ein verringerter Autoverkehr wäre nachteilig für den Einzelhandel, ist aus Sicht der Ratsfraktion DIE LINKE nicht belegt. Erfahrungen aus anderen Städten, die den Autoverkehr zum Teil viel drastischer eingeschränkt haben, zeigen, dass der Einzelhandel von weniger Autoverkehr oft deutlich profitiert, weil sich die Aufenthaltsqualität für Fußgänger und Radfahrer verbessert. Umfragen hatten im Übrigen ergeben, dass die Verkehrssituation auf der Rüttenscheider Straße von vielen als dringend verbesserungswürdig eingestuft wird.

„Die Konkurrenz von Fahrrad und Fußgängern auf den Bürgersteigen der Rüttenscheider Straße ist so mehr als unglücklich. Deswegen brauchen wir dort eine Neuordnung des Verkehrs. Für uns ist dabei nicht nachvollziehbar, wieso die Zukunft der Geschäfte an der Rüttenscheider Straße am Autoverkehr in beiden Richtungen hängen soll. Gerade die eher kleinen Geschäfte leben vom Flair und den Einwohnerinnen und Einwohnern des Stadtteils, das sich durch einen entlasteten Autoverkehr und mehr Fahrradverkehr sogar verbessern kann“, so Wolfgang Freye abschließend.