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Geflüchtete aus Moria brauchen sofort Hilfe!

Die Ratsfraktion DIE LINKE fordert Oberbürgermeister Thomas Kufen auf, sich den Bürgermeister*innen zehn deutscher Städte anzuschließen, die sich bereit erklärt haben, Geflüchtete aus dem abgebrannten Lager Moria in Griechenland aufzunehmen. Zu den Städten gehören Bielefeld, Düsseldorf, Freiburg, Gießen, Göttingen, Hannover, Köln, Krefeld, Oldenburg und Potsdam.

„Wir haben heute den Oberbürgermeister angeschrieben und ihn aufgefordert, sich der Initiative seiner Kolleg*innen anzuschließen“, so die Fraktionsvorsitzende Gabriele Giesecke. „Angesichts der humanitären Katastrophe auf der Insel Lesbos muss Essen seinen Teil dazu beitragen, damit die Geflüchteten in Deutschland aufgenommen werden können und der Druck auf die Bundesregierung erhöht werden. Die Kapazitäten für zusätzliche Flüchtlinge sind in Essen vorhanden. Die Flüchtlinge auf Lesbos dürfen nicht weiter als Spielkarte im Poker um eine europäische Lösung missbraucht werden. Sie brauchen sofort Hilfe, das ist ein schlichtes Gebot der Menschlichkeit.“

Oberbürgermeister Thomas Kufen sowie die Ratsfraktionen von SPD, CDU, FDP und EBB weigern sich seit mehr als einem Jahr, Essen zu einem „Sicheren Hafen“ zu erklären und ihre Bereitschaft zur Aufnahme zusätzlicher Geflüchteter zu erklären.

„Herr Kufen ist doch sonst so beredt,“ so Gabriele Giesecke weiter. „Zu der Katastrophe auf Moria schweigt er, ganz im Gegensatz zu seinem Kollegen Hundsteeger-Petermann aus Hamm, der ebenfalls CDU-Mitglied ist. Mit dem Beitritt zur Initiative der Oberbürgermeister könnte Thomas Kufen einen Tag vor der Kommunalwahl auch ein starkes Signal gegen die rassistische Hetze der AFD senden.“

Die Ratsfraktion DIE LINKE fordert die Stadt auf, auch die ehrenamtlichen Helfer*innen zu unterstützen, die aktuell Hilfe für Moria organisieren. Dabei geht es insbesondere um hygienische und medizinische Hilfsgüter, da sich zu allem Unglück auch noch die Corona-Pandemie auf der Insel Lesbos ausbreitet.

Außerdem ruft DIE LINKE dazu auf, sich morgen um 15.00 Uhr auf dem Hirschlandplatz an der Demonstration von ,Aufstehen gegen Rassismus‘ zu beteiligen. Dort wird auch ein Mitglied der Initiative „Seebrücke“ sprechen. „Es wäre gut, wenn sich viele Menschen an der Demonstration beteiligen um den Druck auf die Stadtspitze zu erhöhen und um ein deutliches Signal gegen den Rassismus der AfD zu setzen,“ so Gabriele Giesecke abschließend.