Diese Website verwendet Cookies.
Zum Hauptinhalt springen
Foto: Katharina Wieland Müller / pixelio.de

Gemarkenstrasse als Fahrradstrasse geeignet

Die Ratsfraktion DIE. LINKE begrüßt den vom Fahrradverband ADFC unterstützten Vorschlag der Verwaltung, die Gemarken- und die Keplerstraße in Holsterhausen in Fahrradstraßen umzuwandeln. Die beiden Straßen wären Teil der geplanten Fahrradachse Rüttenscheid – Holsterhausen – Frohnhausen. Bedenken insbesondere aus dem Einzelhandel hält sie für nicht stichhaltig. Die Gemarkenstraße könnte als Fahrradstraße durchaus eine Aufwertung erfahren.

„Essen hat bereits 40 Fahrradstraßen, in denen Fahrräder Vorrang haben,“ so Wolfgang Freye, Ratsmitglied aus Holsterhausen für DIE LINKE. „Probleme gibt es damit nirgends. Die Gemarkenstraße ist ohnehin großenteils Einbahnstraße mit Tempo 30, außerdem wird sie durch viele Seitenstraßen mit Rechts-vor-Links-Verkehr unterbrochen. Es gibt so gut wie kein Geschäft, bei dem man mit dem Auto vor die Tür fahren muss. Insofern macht eine Fahrradstraße durchaus Sinn. Sie kann als Teil einer Fahrradachse Rüttenscheid – Frohnhausen sogar zusätzliche Menschen in den Stadtteil bringen. Entscheidend ist die Gestaltung der Straße.“

Aus Sicht der Ratsfraktion DIE LINKE und der Linken in der Bezirksvertretung krankt die Gemarkenstraße schon heute nicht an Verkehrsproblemen, sondern vor allem am einseitigen Ladenmix, der von Friseurgeschäften, Sonnenbänken und Spielhallen dominiert wird.

„Wir befürchten, dass sich diese Tendenz durch den Umzug von Edeka in die Cranachhöfe noch verstärken wird,“ so Heike Kretschmer, Vorsitzende der Fraktion DIE LINKE in der Bezirksvertretung Essen-West. „Aus unserer Sicht ist es höchste Zeit, der einseitigen Entwicklung auf der Gemarkenstraße mit planerischen Mitteln gegenzusteuern. Wir brauchen ein Konzept, wohin sich Holsterhausen mit der Gemarkenstraße als Kern entwickeln soll. Die Fahrradstraße kann sogar zur Aufwertung beitragen, da viele jüngere Leute das gut finden werden."