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Foto: Anne Garti/pixelio.de

Gesamtschulestandort: Falsche Prioritäten der GroKo

Dass SPD und CDU sich jetzt festgelegt haben, die dringend benötigte neue Gesamtschule nicht an der Erbslöhstraße zu bauen, ist für die Ratsfraktion DIE LINKE ein Rückschlag für eine bessere Bildungspolitik im Essener Norden. Sie ist fassungslos über die hanebüchenen Argumente aus den Reihen der GroKo, mit denen sie versucht, ihre Blockadehaltung zu verteidigen. Die Leidtragenden sind die Schülerinnen und Schüler im Essener Norden.

„Wer eine Gesamtschule nur als ,Bildungsinsel‘ begreift, zu der Schüler morgens mit Bus und Bahn und nachmittags wieder weg fahren, hat keine Ahnung über die integrativen Möglichkeiten einer guten Schule hinein in den Stadtteil“, so Wolfgang Freye , für DIE LINKE im Planungsausschuss. „Dabei brauchen SPD und CDU nur mal nach Altendorf zu gucken, um eines Besseren belehrt zu werden. Natürlich müsste eine neue Gesamtschule von Anfang an als Stadtteilschule und ,Haus der offenen Tür‘ entsprechend geplant werden. So gehören für uns offene Räume für Vereine, für Senioren und Jugendliche sowie Nutzungsmöglichkeiten für Sportvereine und dergleichen mehr dazu, möglichst auch eine Zweigstelle der Bibliothek.“

Für die Ratsfraktion DIE LINKE liegt es auf der Hand, dass eine Stadtteilschule, die die Kommunikation zwischen den Menschen fördert und vor allem für eine bessere Bildung der Kinder vor Ort sorgt, für die Stadtteilentwicklung mehr bringt als eine Wohnbebauung von hochwertigen Eigenheimen. Die von der Großen Koalition favorisierten Standorte sind von der Lage her nicht so gut geeignet wie der Standort Erbslöhstraße und vor allem nicht so schnell verfügbar. Bei der Fläche an der Ellernstraße wäre zudem ein Konflikt mit den Kleingärtnern vorprogrammiert, denen vor noch nicht langer Zeit versprochen wurde, dass vor Erstellung des Kleingartenentwicklungskonzeptes keine Fakten geschaffen werden. Die Fläche an der Hundebrinkstraße ist Teil eines Naherholungsgebietes und der Standort Sterkrader/Haus-Berge-Straße gehört nicht der Stadt.

„Die Verwaltung hat festgestellt, dass der ,mit einem Ankauf verbundene Zeitrahmen im Gegensatz zu dem evidenten akuten Schulraumbedarf‘ steht“, so Efstathios Tassikas, für DIE LINKE stellvertretend im Schulausschuss. „Dem ist nichts hinzuzufügen. Einmal mehr erweisen sich SPD und CDU wie beim verschleppten Schulentwicklungsplan als Bremser in der Essener Bildungspolitik und verschärfen den drohenden Schulkollaps. Dass gerade die SPD besonders bremst ist um so ärgerlicher, da sie sich in der Opposition zu Zeiten des ‚Viererbündnisses‘ schon vor Jahren gemeinsam mit der linken Fraktion für einen Ausbau der Gesamtschulen stark gemacht hat.“