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Foto: Tumisu / Pixabay.com

Gewalt gegen Frauen und Mädchen muss aufhören

Die Ratsfraktion DIE LINKE unterstützt die globale Tanzaktion „One Billion Rising“, die am Freitag zum 40. Jubliäum des Essener Frauenhauses auf dem Willy-Brandt-Platz stattfindet. Der 14. Februar ist neben dem Valentinstag zugleich der Tag zur Beendigung von Gewalt gegen Frauen und Mädchen, der von der Autorin, Dramatikerin und Aktivistin Eve Ensler ins Leben gerufen wurde. „Es kann nicht sein, dass 2018 ganze 160 telefonische Anfragen vom Frauenhaus abgelehnt wer-den mussten, weil kein Platz frei war", so Ezgi Güyildar, für DIE LINKE im Jugendhilfeaus-schuss. "Ein Frauenhaus mit 12 Plätzen ist einfach zu wenig für eine Großstadt wie Essen.

Jede von Gewalt betroffene Frau muss einen Rechtsanspruch auf sofortigen Schutz und Hilfe haben. Dieser muss so gestaltet sein, dass er unabhängig von Einkommen, Aufenthaltstitel, Herkunftsort, gesundheitlicher Einschränkungen oder Behinderungen für die betroffenen Frauen und deren Kinder gilt und keine Nachweispflichten enthält, die die betroffenen Frauen zusätzlich belasten oder ihre Sicherheit gefährden.“

Nach Ansicht der Ratsfraktion DIE LINKE braucht es ein unabhängiges Monitoring, regelmäßige Datenerhebung und den umfassenden Ausbau sowie die bedarfsgerechte Finanzierung des Hilfesystems. Alle Frauen, die Gewalt erleben, müssen Schutz und Hilfe erhalten.

" Die häusliche Gewalt gegen Frauen hat ein empörendes Ausmaß angenommen, auch in Essen“, so die Fraktionsvorsitzende Gabriele Giesecke weiter. „Es gab allein 823 Strafanzeigen im Jahr 2018 - dabei dürfte die Dunkelziffer noch weitaus höher liegen, weil die meisten Vorfälle von häuslicher und sexualisierter Gewalt nicht einmal angezeigt werden. Ganz zu schweigen vom Hass gegenüber Frauen, der zunehmend auch im Internet beziehungsweise den sozialen Medien stattfindet. Wichtig ist deshalb die Stärkung der Hilfeangebote für Frauen und Kinder.“