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Foto: Berggeist / pixelio.de

Grüne Oase Ostermannplatz retten

Die Verwaltung hat nach Informationen der Ratsfraktion DIE LINKE noch immer nicht entschieden, ob sie den Bau einer Kita auf dem Ostermannplatz genehmigt oder nicht. Es geht letztlich um die Frage, ob der Vonovia-Konzern als privater Eigentümer des Ostermannplatzes von den Regelungen des geltenden Bebauungsplans befreit wird. Der sieht auf dem Ostermannplatz eine private Grünfläche vor. Ausnahmen von dieser Festlegung sind unter bestimmten Bedingungen jedoch möglich. Der Entscheidungsprozess kann nach Aussagen aus der Verwaltung noch dauern. „Wir würden es begrüßen, wenn endlich eine Entscheidung zum Erhalt des Ostermannplatzes als grüne Oase mitten im dicht besiedelten Nordviertel getroffen wird“, so Ratsherr Wolfgang Freye, für DIE LINKE im Planungsausschuss.

„Für die Anwohnerinnen und Anwohner hat er als ,Herzstück‘ des Viertels eine wichtige öffentliche, soziale Funktion. Das hat man gerade erst wieder beim Lichterfest im Eltingviertel gesehen, das noch besser besucht war als im Vorjahr.  Zwar werden Kitaplätze im Nordviertel dringend benötigt, diese können jedoch anders geschaffen werden. Abgesehen vom möglichen Umbau von Wohnungen gibt es eine gut geeignete, freie Fläche im Viertel, zu dessen Eigentümern die Initiative zum Erhalt des Ostermannplatzes schon Kontakt aufgenommen hat. Außerdem überlegt ein Wohlfahrtsverband derzeit, ob er seine Pflegeschule im Eltingviertel verlegt, weil er mehr Platz braucht.“

Selbst wenn Vonovia für eine Kita mit vier Gruppen acht bis zehn Wohnungen braucht, so sind das gerade 0,7 Prozent der 1.400 Wohnungen, die der Wohnungskonzern allein im Eltingviertel besitzt. Um auf die erforderliche Anzahl zusammenhängender Wohnungen dafür zu kommen, könnte das Wohnungsunternehmen Mieterinnen und Mieter, die dadurch umziehen müssten, andere, attraktive Wohnungen zur Verfügung stellen.

„Durch solche Überlegungen könnte Vonovia sich wieder als besonnener Quartiersentwickler profilieren“, so Wolfgang Freye abschließend. „Durch die Auseinandersetzung um den Kita-Bau wurde das Image des Wohnungskonzerns wieder stark angekratzt.“