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Foto: Dirk Schmidt / Wikimedia Commons

Grugaradweg auf fünf Meter verbreitern

Die Ratsfraktion DIE LINKE. Essen hält den Vorschlag der Verwaltung für sinnvoll, die Grugatrasse mit einer Asphaltdecke zu versehen, auf fünf Meter zu verbreitern und Fahrrad- und Fußgängerverkehr durch eine weiße Linie zu trennen. Die kürzlich von der Stadt erhobene Steigerung der Anzahl der Radfahrer auf der Grugatrasse um 18 % auf 520.000 Radfahrer jährlich in 2018 belegt, wie wichtig der Radweg für das Essener Netz inzwischen ist. Er wird wochentags als Alltagsverbindung und am Wochenende als Freizeitradweg genutzt.

„Bei einem Ausbau auf fünf Meter Breite könnten erheblich bessere Bedingungen für Radfahrer und Fußgänger geschaffen werden“, so Ratsmitglied Wolfgang Freye, für DIE LINKE im Planungsausschuss und selbst „Alltagsradfahrer“. „Es wäre ja absurd, sich einerseits über rücksichtslose Radfahrer auf Fußwegen zu beschweren, andererseits aber auf einer der Haupttrassen des Essener Fahrradnetzes Radfahrer und Fußgänger weiter zu mischen. Ich selbst habe auf dem Weg durchaus schon problematische Situationen erlebt, die mit der Verbreiterung entschärft werden können. Dass nun ausgerechnet hier das Argument angeführt wird, dafür müssten einige Bäume gefällt werden, kann ich nicht nachvollziehen. Es geht auch nach Aussage der Verwaltung nur um wenige Fällungen, für die Ersatzpflanzungen geplant werden können.“

 Nach der kürzlich veröffentlichten Mobilitätsstudie zum „Modal Split“ ist der Radverkehr seit 2011 zwar von 7 % auf 9 % gestiegen ist, aber ausschließlich auf Kosten des Fußgängerverkehrs. Der Autoverkehrs hat in Essen sogar von 56 % auf 57 % zugenommen. D.h. die Anstrengungen zur Schaffung besserer und sicherer Radverbindungen müssen deutlich erhöht werden.

„Ein wichtiges Signal für den Radverkehr wäre im Übrigen eine Entscheidung für die Trassenführung des Radschnellweges RS 1 am Eltingviertel auf dem alten Bahndamm der Rheinischen Bahn,“ so Wolfgang Freye weiter. „Zwar hat Straßen NRW inzwischen eine Machbarkeitsstudie in Auftrag gegeben, die u.a. die Verlegung des von Evonik noch genutzten Gleises prüfen soll. Das eigentliche Problem ist jedoch die Abstimmung mit der städtebaulichen Planung im Eltingviertel. Jede Trassenführung des RS 1, die nicht den alten, verkleinerten Bahndamm nutzt, sondern als Hochweg mitten durch das neue Viertel führt, wird zu erheblichen Verzögerungen führen, weil erst gebaut werden müsste. Hier müssen endlich Entscheidungen getroffen werden! Es kann nicht sein, dass ausgerechnet die Grüne Hauptstadt a.D. bremst!“