Skip to main content
Foto: Q.pictures/pixelio.de

Guter Planungs-Entwurf für Funke-Areal Sozialwohnungsanteil mit mehr als 30 % einplanen

Die Ratsfraktion DIE LINKE begrüßt den Planungsentwurf der MSP architekten GmbH für das 16.000 qm große Funke-Areal an der Friedrich-/Sachsen- und Bert-Brecht-Str. im Südviertel. Allerdings hält sie es angesichts des hohen Bedarfs für dringend erforderlich, dort deutlich mehr als 30 % Sozialwohnungen einzuplanen.

„Das Funke-Areal im Südviertel ist ein wichtiges Bindeglied zwischen Innenstadt, Holsterhausen und Rüttenscheid,“ so Ratsmitglied Wolfgang Freye, für DIE LINKE im Rat. „Aus unserer Sicht ist der Planungsentwurf gut geeignet, diese Verbindung auch herzustellen, weil er einerseits die Wohnbereiche vor dem Verkehr der viel befahrenen Straßen in der Umgebung schützt und gleichzeitig offen und durchlässig ist. Wir plädieren allerdings dafür, deutlich mehr als die derzeit vorgesehenen 30 % Sozialwohnungen zu schaffen. Bei den laufenden großen Bauprojekten im Südviertel und in Rüttenscheid liegt der vorgesehene Anteil an Sozialwohnungen weit unter dieser Zahl, obwohl es einen sehr hohen Bedarf gibt.“

Der Entwurf sieht einen grünen, durch die Häuser im Außenbereich abgeschirmten und geschützten „Quartiersplatz“ vor, der zu einem öffentlichen Treffpunkt werden kann und zum Verweilen einlädt. Die Bebauung sieht eine Mischnutzung von Wohn- und Bürohäusern vor, zwischen denen weitere grüne Freiräume sind. Zwischen den Häusern ist aber auch viel Durchlässigkeit, so dass eine gute Anbindung an die Umgebung gegeben ist und der Bereich nicht „abgeschottet“ ist.

Von den größeren Bauprojekten im Südviertel und in Rüttenscheid auf dem Alten PH-Gelände, an der Hertha-/Gummertstraße, der Wittering-/Walpurgisstraße und der Huyssenallee soll nur auf dem Alten PH-Gelände eine größere Anzahl von Sozialwohnungen entstehen, nämlich 89 von 298 Wohnungen (Anteil: 30 %). An der Wittering-/Walpurgisstrasse sind gerade 12 von 96 Wohnungen Sozialwohnungen (Anteil: 12,5 %), an der Hertha-/Gummerstrasse keine einzige von 120 Wohnungen. In ganz Rüttenscheid wurden seit dem Jahre 2000 nur 39 Sozialwohnungen gebaut.