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Foto: Thorben Wengert / pixelio.de

Kaufhaus-Ehe nicht auf Kosten der Beschäftigten

Angesichts einer bevorstehenden Fusion der Warenhäuser Galeria Kaufhof und Karstadt fordert die Ratsfraktion DIE LINKE von den Beteiligten ein klares Bekenntnis zum Standort Essen und damit den Erhalt der Karstadt Konzernzentrale und der Warenhausfilialen beider Ketten.

„Es wäre ein Schlag ins Gesicht der Beschäftigten von Karstadt, sollte die Konzernzentrale tat-sächlich verlegt werden und dazu noch Filialen geschlossen werden“, so die Fraktionsvorsitzende Gabriele Giesecke.

„Denn es waren die Beschäftigten, die sich für das Überleben der Warenhauskette eingesetzt und dafür auch auf Gehalt und Prämien verzichtet haben. Statt die Beschäftigten wieder auf eine emotionale Talfahrt zu schicken, sollte die Unternehmensführung endlich Klarheit schaffen und sich zum Standort Essen bekennen. Das ist sie den Beschäftigten nach all ihren Opfern schuldig.“

Bereits vor über zwei Jahren kündigte Karstadt an, die Konzernzentrale aus Essen verlegen zu wollen und löste damit bei rund 1.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern Existenzängste aus. Am Ende entschied sich Karstadt doch dazu, im denkmalgeschützten Bürokomplex zu bleiben und sorgte damit für Erleichterung bei der Belegschaft und der Stadt.

„Ein Rückzug aus Essen wäre auch ein herber Schlag für die Stadt, die ein Traditionsunternehmen und viele Arbeitsplätze verlieren würde. Die voraussichtliche Schließung von Filialen beider Ketten würde auch das Innenstadt-Sterben in vielen Kommunen weiter fortschreiben und ebenfalls Arbeitsplätze kosten“, so Gabriele Giesecke weiter. „Wir erwarten deshalb von der Stadtspitze und der Wirtschaftsförderungsgesellschaft, weiter hartnäckig mit der Unternehmensführung in Kontakt zu bleiben und auch die Öffentlichkeit über neue Entwicklungen auf dem Laufenden zu halten. Den Betriebsräten beider Warenhäuser und auch der Gewerkschaft ver.di sprechen wir unsere Solidarität aus und hoffen auf gute Verhandlungsergebnisse für die Beschäftigten.“