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Foto: Bicanski / pixnio.com

Kein Olympia ohne Entscheidung der Bürger*innen

Die Ratsfraktion DIE LINKE sieht eine mögliche Bewerbung der Stadt Essen für Olympia 2032 nach wie vor kritisch. Sie kann die Euphorie von Oberbürgermeister Thomas Kufen (CDU) und anderen Oberbürgermeistern sowie NRW Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) nicht nachvollziehen, die gerade in Berlin auf Werbetour waren.

„Wir sind der Meinung, dass Olympia an Rhein und Ruhr nur weiterverfolgt werden sollte, wenn sich die Bürgerinnen und Bürger dafür aussprechen“, so Ratsmitglied Wolfgang Freye, für DIE LINKE im Planungsausschuss. „Wir sind deshalb für einen zeitnahen Volksentscheid in NRW oder für Bürgerentscheide in den möglichen Trägerstädten. Bei den letzten Olympiaden blieben die Veranstalter immer auf hohen Kosten sitzen, von Nachhaltigkeit konnte oft keine Rede sein. Deshalb gab es bei den letzten Bewerbungen aus Deutschland Bürgerentscheide, die sich wie in Hamburg, München und Garmisch-Patenkirchen gegen Olympia gewendet haben. Deswegen sollte hier von Anfang an die Bevölkerung einbezogen werden.“

Die Ratsfraktion DIE LINKE hat bereits im Februar dieses Jahres einen entsprechenden Antrag im Rat gestellt, der allerdings abgelehnt wurde. Eine Studie der Universität Oxford über die Olympischen Spiele 1960 – 2012 hat ergeben, dass die durchschnittliche Kostenüberschreitung bei 252 Prozent (!) lag. Im Zweifelsfall, gibt DIE LINKE zu bedenken, müssten die Menschen an Rhein und Ruhr die Zeche zahlen.

„Mit Olympia machen vor allem das Olympische Komitee und die Sponsoren ein dickes Geschäft“, so Daniel Kerekes, Kreissprecher für DIE LINKE Essen. „Außerdem steht zwar der Olympia-Gedanke für Völkerverständigung und Fairplay, gegen Ausgrenzung und Diskriminierung, aber gerade die Fairplay-Regeln werden vom Olympischen Komitee durch Korruption, Stimmenkauf und überteuerte Großprojekte ständig mit Füßen getreten. Nicht zu vergessen die massiven Sicherheitsmaßnahmen und Einschränkungen der Bewegungsfreiheit, die mit einer Austragung einhergingen. Wir stehen einer Bewerbung daher mehr als skeptisch gegenüber.“