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Kleingärten entwickeln, nicht schließen

Verband der Kleingärtner eng in die Konzept-Entwicklung einbinden

 

Die Ratsfraktion DIE LINKE kann die Sorgen der Kleingärtner über mögliche Flächenverluste durch das Kleingarten-Entwicklungskonzept durchaus nachvollziehen. Denn in der Vergangenheit gab es mehrfach aus Verwaltung und Politik Begehrlichkeiten, Kleingärten in Bauland zu verwandeln. Zuletzt sollten vor zwei Jahren rund um die Kleingartenanlagen Erbslöhstraße und dem Berthold-Beitz-Boulevard 170 Parzellen weichen.

 

„Wir haben den Beschluss zur Erarbeitung eines Entwicklungskonzeptes mitgetragen, weil sich die Bedürfnisse geändert haben und Kleingärten heute anders aufgestellt werden müssen, als früher,“ so Ratsmitglied Wolfgang Freye, für DIE LINKE im Planungsausschuss. „Das Konzept würde seinen Zweck jedoch verfehlen, wenn es zu einem Kleingarten-Schließungskonzept umgemodelt würde. Wir gehen davon aus, dass der Kleingärtnerverband selbst intensiv an der Erarbeitung beteiligt und ein Konsens angestrebt wird. Kleingärten gehören zur ,Grünen Lunge‘ der Stadt und haben wichtige soziale Funktionen, gerade auch bei der Integration von Menschen mit Migrationshintergrund, denn viele Kleingärtner sind heute Migranten. Das soll aus unserer Sicht unbedingt so bleiben und weiterentwickelt werden.“

Auch die Verwaltung stellt fest, dass eine „ungebrochen hohe Nachfrage eine positive Trendwende bei der Bedarfssituation darstellt.“ Allerdings gibt es innerhalb der Verwaltung sehr unterschiedliche Meinungen zur Bedeutung der Kleingärten und auch nach wie vor Begehrlichkeiten.

„In Essen sind seit den 1990er-Jahren 40 Hektar Kleingärtenflächen weggefallen. Die noch bestehenden Kleingärten müssen erhalten bleiben“, so Wolfgang Freye abschließend.