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Foto: Bob Dmyt / Pixabay.com

Kostenloses Schulessen trotz Corona möglich

Solange kein regulärer Unterricht oder Kita-Besuch stattfinden kann, dürfen die Kommunen die kostenlosen Mahlzeiten für bedürftige Kinder nach Hause schicken. Das hat jetzt das Bundesministerium für Arbeit und Soziales mit Schreiben vom 20. April an die Kommunalverbände und die Bundesagentur für Arbeit mitgeteilt. Die Ratsfraktion stellt deshalb für den Hauptausschuss am kommenden Freitag einen Antrag, diese Regelung in Essen umgehend umzusetzen.

„Berichte von Wohlfahrtsverbänden, Beratungsstellen usw. machen immer deutlicher, dass die Schul- und Kita-Schließungen wegen des Corona-Virus massive Folgen gerade für ärmere Familien haben,“ so Gabriele Giesecke, Vorsitzende der Fraktion DIE LINKE. „Dabei geht es nicht nur darum, dass es sich in beengten Verhältnissen ohne eigenen Arbeitsplatz und womöglich ohne gute Tablets schlechter lernt, als in schönen, geräumigen eigenen Zimmern. Allein in Essen gibt es rund 25.000 Kinder und Jugendliche, die im Rahmen des Bildungs- und Teilhabepaketes für Alg II- oder Sozialgeldempfänger normalerweise kostenlose Mittagessen in Kitas und Schulen bekommen, die manchmal die einzige regelmäßige Mahlzeit ist. Das fällt jetzt wegen der bekannten Einschränkungen weg und erschwert den Alltag dieser Kinder zusätzlich. Das wollen wir ändern und das ist jetzt auch möglich. Deshalb sollte die Stadt umgehend ein Konzept entwickeln, wie weiter ein kostenloses Mittagessen verteilt werden kann.“

Gerade weil Kinder und Jugendliche aus benachteiligten Familien ein größeres Risiko haben durch die Einschränkungen abgehängt zu werden, ist es aus Sicht der Ratsfraktion DIE LINKE wichtig, dass sie wenigstens das kostenlose Mittagessen weiter bekommen können. 

In dem Schreiben des Bundesministerium für Arbeit und Soziales heißt es wörtlich: „Für die Zeit, in der regulärer Unterricht an der betreffenden Schule infolge entsprechender Regelungen der Bildungsverwaltung wegen der Pandemie-Situation nicht stattfindet, sehen die Planungen vor, die Mahlzeit zu den bedürftigen Kindern nach Hause zu bringen.“

Gleiches gilt für die Kitas bis zu den Schulferien.