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Foto: R K B by pixel-Kings / pixelio.de

Kunstwerkerschule sollte nicht abgerissen werden

Enttäuscht ist die Ratsfraktion DIE LINKE über die Entscheidung des Planungsausschusses zur Aufstellung des Bebauungsplans Kunstwerkerstrasse. Obwohl die Bezirksvertretung Bedenken angemeldet hat, hat der Planungsausschuss mehrheitlich für die Verwaltungsvorlage gestimmt. Die Fraktionen DIE LINKE und Bündnis 90/Die Grünen lehnten die Vorlage ab, nachdem ein Antrag der Grünen zu Änderungen am Entwurf des Bebauungsplans abgelehnt wurden.

„Es ist schon erstaunlich, dass sich die Ratsmehrheit, namentlich die große Koalition von SPD und CDU, immer wieder umstandslos über das Votum der Bezirksvertretungen hinwegsetzt,“ so Wolfgang Freye, für DIE LINKE im Planungsausschuss. „Dabei hat die Bezirksvertretung II in diesem Fall einstimmig Bedenken erhoben. In der Kunstwerkerstrasse ist schon in den letzten Jahren viel gebaut worden, viele Anwohnerinnen und Anwohner wollen das Gelände der alten Kunstwerkerschule zumindest zum größten Teil als kleine grüne Oase erhalten. Nach dem Bebauungsplan kann das Gebäude zwar erhalten bleiben, wenn ein möglicher Investor das will, er kann aber auch das ganze Grundstück mit mehreren Riegeln Neuriegeln zubauen. Das finden wir problematisch.“

DIE LINKE ist dafür, das Gebäude zu erhalten und hält es nach wie vor für sinnvoll und denkbar, eine im weitesten Sinne schulische Nutzung dafür vorzusehen. Sie ist angesichts immer knapper werdender städtischer Flächen auch gegen einen Verkauf des städtischen Grundstücks. Es sollte nur in Erbpacht vergeben werden, um städtische Einflussmöglichkeiten zu erhalten. Eine Bebauung wäre im hinteren, westlichen Teil des Grundstücks denkbar, ohne dass das ganze Grundstück versiegelt wird. Der nun beschlossene Bebauungsplan setzt solche Grenzen jedoch nicht.

„Hinzu kommt, dass das Gebäude nach seiner Nutzung als Kunst- und Kulturzentrum seit Jahren immer noch von einem Künstler genutzt wird,“ so Wolfgang Freye weiter. „Wir können es nicht nachvollziehen, dass die ehemalige ,Europäische Kulturhauptstadt‘ Essen anscheinend kein Interesse hat, einen so renommierten Künstler wie Jürgen Paas in Essen zu halten und ihm wenigstens Ersatzräume anzubieten. Stattdessen hat sie ihm schon vor längerer Zeit die Heizung abgestellt und versucht ihn in einer Kündigungsschutzklage hinauszubefördern. Das ist unmöglich.“