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Foto: Jürgen Jotzo / pixelio.de

Lead-City-Maßnahmen nicht der große Wurf

Eine gemischte Bilanz zieht die Ratsfraktion DIE LINKE zum nun vorliegenden Maßnahmenplan der Stadt Essen im Rahmen des Projektes „Lead Cities“. So sind die vorgesehenen Taktverdichtungen und weitere Angebotsoptimierungen bei Bus und Bahn ein Schritt in die richtige Richtung. Sie reichen aber nicht aus, insbesondere da immer noch keine eigenen Busspuren vorgesehen sind. Ebenso nicht ausreichend sind die geplanten Maßnahmen zur Verbesserung der Radinfrastruktur.

 

„Nur 500.000 von rund 21 Millionen Euro insgesamt sind für die Förderung des Radverkehrs vorgesehen“, so Ratsherr Wolfgang Freye.„Das ist eindeutig zu wenig. Es ist zwar gut, wenn damit drei neue Fahrradstraßen gebaut werden, darunter auch eine Nord-Südverbindung zwischen der Ruhr und der Emscher. Darüber hinaus fehlt aber ein Konzept für eine Abtrennung von eigenen Radspuren an den Hauptverkehrsstraßen, ebenso wie ein Konzept für eigene Busspuren. Die ursprünglich geplanten Park and Ride-Plätze im Verbund mit eigenen Busspuren in die Innenstadt wären ein Anfang gewesen. Sie sind offensichtlich am Widerstand der CDU gescheitert, mehr Platz für Rad und Bus ist aber nicht ohne Einschränkungen beim Autoverkehr zu haben.“

Nach Ansicht der Ratsfraktion DIE LINKE fehlen auch Taktverdichtungen abends und am Wochenende. „Weiterhin tote Hose beim Nahverkehr am Wochenende und abends. Der Halbstundentakt ab 21.00 Uhr ist für eine Großstadt wie Essen überhaupt nicht angemessen“, so Wolfgang Freye weiter. „Dabei wären zu diesen Zeiten Takterdichtungen besonders wirksam, da dann die Straßen leerer sind.“

Die Verdichtung der Taktzeiten von Bus und Bahn, insbesondere in den Abendstunden und am Wochenende, der Ausbau des Radverkehrsnetzes oder verbilligte Tickets waren Bestandteil eines Antrages der Fraktion DIE LINKE für die letzte Ratssitzung. Ebenso der Vorschlag, den öffentlichen Nahverkehr an einem Tag kostenlos oder zu stark verbilligten Preisen anzubieten.

„Deshalb begrüßen wir das kostenlose Schnupperabo für ein Wochenende und die Prämien für Monatskartenkäufer“, so Wolfgang Freye abschließend. „Insgesamt sind die Maßnahmen aber nicht geeignet die Verkehrswende einzuläuten, zumal eine nachhaltige Finanzierung über 2020 hinaus nicht gesichert ist, wie auch Oberbürgermeister Thomas Kufen zu Recht kritisiert.“