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Menschen arbeiten gemeinsam

Lehrerunterstützendes Personal einstellen – Linke stellt Ratsantrag

Wie die Schulsozialarbeiter befürchtet auch die Die Linke im Rat der Stadt, dass durch die Corona-Krise viele Kinder und Jugendliche aus prekären Verhältnissen noch viel mehr als bisher in ihren Bildungschancen beeinträchtigt werden. Neben der Verbesserung des digitalen Lernens müssen deshalb bereits jetzt die Voraussetzungen dafür geschaffen werden, um diesen Schülerinnen und Schüler schnellstmöglich mehr Unterstützung zukommen zu lassen. Dazu äußert sich der Fraktionsvorsitzende Daniel Kerekeš:

„Die Herausforderungen unserer Zeit benötigen auch hinsichtlich der Bildungsgerechtigkeit neue Impulse. Daher ist es dringend notwendig, dass an den Schulen verstärkt multiprofessionelle Teams aus Schulsozialarbeiterinnen, Schulpsychologen, Erziehern und Sprachbegleiterinnen eingesetzt werden, damit sich das Lehrpersonal auf die Vermittlung des Unterrichts konzentrieren kann. Denn Schule besteht nicht mehr nur aus Frontalunterricht und Disziplinarmaßnahmen. Da die Suche nach Personal Zeit braucht, die die Kinder nicht haben, soll die Verwaltung schnellstmöglich die Bedarfe feststellen und einen Beschluss für die Einstellung des entsprechenden Personals vorbereiten. Das beantragen wir für die nächste Ratssitzung Ende März.“

Nachdem sich insbesondere Lehrerinnen und Lehrer aus dem Essen Norden vor drei Jahren in einem Hilfeschrei an die Politik für diese lehrerunterstützenden Teams stark gemacht haben, hat die Die Linke im Rat der Stadt immer wieder entsprechende Anträge eingebracht, die allerdings abgelehnt wurden.

Daniel Kerekeš schließt ab: „In ihrer Kooperationsvereinbarung haben CDU und Grüne nun ebenfalls formuliert, dass für ein modernes Lernumfeld mehr multiprofessionelle Teams geschaffen werden sollen. Deshalb erwarten wir eine breite Ratsmehrheit für unseren Antrag. Es ist ein Skandal, dass in Deutschland immer noch die Herkunft über die Bildung entscheidet. Im EU-Vergleich kommen wir als Bildungsland bezogen auf die Bildungsgerechtigkeit schlecht weg. Das müssen wir viel mehr als bisher bekämpfen!“