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LINKE begrüßt erneute Öffnung der Tafel für alle

Schade, dass Chef der Tafel nicht lernen will – Armut bekämpfen, nicht Arme!

DIE LINKE im Rat der Stadt Essen begrüßt es, dass die Essener Tafel ab heute wieder für alle Bedürftigen geöffnet ist. Die unsägliche Trennung der Nutzer in Deutsche und Ausländer ist damit hoffentlich unwiederbringlich vom Tisch. Die Debatte um Armut, die die Nutzungsbeschränkung ausgelöst hat, sollte allerdings weitergeführt werden.

 

„Durch die erneute Öffnung für alle Nutzer/innen stimmt die Praxis der Tafel wieder mit ihren eigenen Grundsätzen überein, Menschen unabhängig ihrer Herkunft solidarisch zu helfen,“ so Fraktionsvorsitzende Gabriele Giesecke. „Die Hartnäckigkeit, mit der der Tafel-Vorsitzende Jörg Sartor das unmögliche Auswahl-Kriterium der, Herkunft‘ bzw. des Passes verteidigt, das die Essener Tafel fast drei Monate angewendet hat, betrübt mich allerdings. Schade, dass Herr Sartor aus den Fehlern nicht wirklich lernen will. Umso wichtiger ist es, dass die Politik die Aufgabe ernst nimmt, die Tafeln überflüssig zu machen. Das geht nur durch eine Anhebung der Hartz IV-Sätze und seine Umwandlung in eine Grundsicherung, die Schaffung von Beschäftigungsmöglichkeiten für Langzeiterwerbslose, eine auskömmliche Mindestrente und ein Konzept zur sozialen Integration von Flüchtlingen. Auch die Politik darf sich nicht an Armut, gewöhnen‘.“