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Foto: Harald Schottner/pixelio.de

Linke fordert Haltung von RWE-Aufsichtsrat Thomas Kufen

Die Ratsfraktion DIE LINKE fordert das Essener Aufsichtsratsmitglied bei RWE, Oberbürgermeister Thomas Kufen, dazu auf sich für eine Beendigung der gegen den Hambacher Wald gerichteten Aktionen einzusetzen.

„Essen ist der zweitgrößte kommunale Aktionär von RWE. Dies gilt es zu nutzen, denn es zeigt sich, dass alle Versprechungen eines klimapolitischen Umsteuerns bei RWE lediglich Lyrik und Propaganda waren“, so die Fraktionsvorsitzende Gabriele Giesecke.

Während das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft die Deutschen Waldtage feiert, wird Wald durch das vereinte Handeln von Landesregierung und RWE großflächig zerstört, um die Stellung von RWE als größter Klimasünder Europas zu festigen und weiter die schädliche Braunkohle abzubauen und zu verbrennen. Erster Preis der Deutschen Waldtage war übrigens ein Wochenende in einem Baumhaus. Während im Hambacher Wald gesunde Bäume fallen, wurde in der vergangenen Sitzung des Umweltausschusses des Regionalverbandes Ruhr über die dramatischen Klimaauswirkungen auf den Zustand des Ruhrgebietswaldes geklagt, die enorme Schäden sowohl ökologischer als auch wirtschaftlicher Art verursachen.

„Eine Problematik, die von RWE maßgeblich mitverursacht wurde“, so Gabriele Giesecke weiter. „Inzwischen kritisiert auch die Berufsvertretung der Kriminalpolizei das landespolitisch motivierte Vorgehen im Hambacher Wald. Dies sei der teuerste Polizeieinsatz in der Geschichte des Landes NRW. Gleichzeitig fehlen die Beamten in den Städten, was zu steigenden Belastungen für die Beamten in den Kommunen führt. Wenn die Kriminalpolizei kritisiert, dass die Landesregierung den Braunkohleabbau von RWE schützt und dadurch die Schutzinteressen der Bevölkerung vor Ort vernachlässigt, dann ist es höchste Zeit, dass gegenwärtige Treiben zu beenden.“

Sollte der Hambacher Wald wirklich fallen, dann fordert die Fraktion DIE LINKE die Essener Bürgerinnen und Bürger auf, mögliche noch bestehende Stromlieferverträge mit RWE zu kündigen.

„Es gibt gute Alternativen wie Lichtblick, die EWS Schönau oder Greenpeace-Energy, oder auch Ökostromtarife der Stadtwerke Essen“, empfiehlt Gabriele Giesecke abschließend.