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Foto: rp-online.de

LINKE für Umbenennung der Hindenburgstraße

An der Fraktion DIE LINKE im Rat würde eine Umbenennung der Hindenburgstraße nicht scheitern. Das stellt die Fraktion vor dem Hintergrund der erneuten Diskussion um die Änderung dieses schwer belasteten Straßennamens fest. Der ehemalige Reichspräsident Paul von Hindenburg war ein Wegbereiter der Nazi-Diktatur in Deutschland und sollte deshalb nicht durch ein Straßenschild geehrt werden.

„Gerade in Zeiten eines wachsenden Rechtsrucks und von Amokfahrten auf Migrantinnen und Migranten ist eine kritische Auseinandersetzung über den Aufstieg des Nationalsozialismus, zu dem Hindenburg einen großen Beitrag leistete, weiterhin nötig“, so die Fraktionsvorsitzende Gabriele Giesecke. „So hat Hindenburg sogar als Reichspräsident bewusst auf die Zerstörung der Demokratie hingearbeitet und Hitler zum Reichskanzler ernannt, als er sich selbst nicht mehr in der Lage sah, sein Ziel einer autoritären, nationalen Volksgemeinschaft zu verwirklichen.“

Dem Argument des Bezirksbürgermeisters Frank Mußhoff, dass die Stadt auch viele andere Probleme habe, stimmt die Fraktion DIE LINKE zu. Diese Probleme sollten allerdings nicht gegeneinander aufgewogen werden. „Die erneute Diskussion um die Umbenennung ist längst überfällig. Wir können uns auch vorstellen, die Straße nach einem Präsidenten zu benennen, der in Essen durch keinen Straßennamen geehrt ist, es aber schon lange verdient: Gustav Heinemann, der sich ausdrücklich gegen die Wiederbewaffnung der Bundesrepublik Deutschland gewandt hat," so Gabriele Giesecke abschließend.