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Foto: Engin Akyurt / pixabay.com

Luftreinhalteplan: Nicht der große Wurf -Alternative Verkehrsmittel zum Auto müssen stärker gefördert werden-

Die Ratsfraktion DIE LINKE bewertet die bisher bekannten Maßnahmen im Rahmen des neuen Luftreinhalteplans als zu halbherzig und mutlos und schließt sich damit der Kritik des BUND an.

„Die jetzt bekanntgewordenen Maßnahmen fallen deutlich gegenüber vorher diskutierten Vor-schlägen zurück und sind höchstwahrscheinlich Meinung nicht dazu geeignet, die Stickoxidbelas-tung dauerhaft zu senken“, so Ratsherr Wolfgang Freye.

„Offenbar traut sich die Stadt nicht, den Rad- und Busverkehr gegenüber dem Autoverkehr durch klare Maßnahmen wie gesonderte Bus- und Radspuren zu begünstigen. Dies war bei den ursprünglichen Vorschlägen der Verwaltung zumindest für die Verbindungen der Park- and Rideplätze in die Innenstadt angedacht. Offensichtlich ist die Verwaltungsspitze jedoch vor der CDU-Fraktion ,eingeknickt‘, die jede Begünstigung von ÖPNV und Fahrradverkehr ablehnt. Anscheinend ist nicht einmal mehr eine Verschärfung des Parkraumbewirtschaftungskonzeptes in der Innenstadt auf dem Tisch.“

Nach Ansicht der Ratsfraktion DIE LINKE ist es nicht ausreichend, nur vergünstigte Tickets anzubieten und darauf zu hoffen, dadurch möglichst viele Menschen zum Umstieg zu bewegen. Dafür bedarf es auch einer Taktverdichtung und der Beschleunigung des ÖPNV, was nur durch eigene Fahrspuren zu bewerkstelligen ist. Da eine generelle Taktverdichtung erst nach Fertigstellung der Bahnhofstangente möglich ist, sollten zumindest frühmorgens, abends und am Wochenende Verdichtungen geplant werden.

„Wir erwarten, dass die Stadt hier nachbessert und echte Voraussetzungen für eine Verkehrswende schafft. Ansonsten drohen der Stadt durch Gerichte verhängte Dieselfahrverbote, die aus den weichen Maßnahmen schnell harte machen würden“, so Wolfgang Freye abschließend.