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Foto: Andreas Hermsdorf / pixelio.de

Luxus-Marina-Projekt an Realität anpassen

Angesichts des 10-jährigen Stillstands beim geplanten Marina-Projekt in Altenessen, hält die Ratsfraktion DIE LINKE eine Überprüfung des Vorhabens und gegebenenfalls eine abgespeckte Planung für sinnvoll, die an die Realität angepasst wird. Denn offensichtlich findet sich kein Investor, der dort Chancen für einen Freizeithafen sieht.

„Ein totes Pferd kann man auch in einem neuen Stall nicht aufpäppeln, deshalb sehen wir die Forderung der SPD nach Vorleistungen der Stadt für den Bau des Hafens kritisch“, so Wolfgang Freye, für DIE LINKE im Planungsausschuss. „Das könnte sich schnell zu einem Millionengrab entwickeln. Die Situation im Essener Norden ist nicht mit dem Berliner Platz vergleichbar, wo die Grundstücke der Stadt aus der Hand gerissen wurden. Vielmehr sollte das bisherige Luxusprojekt überprüft und gegebenenfalls auf den Bau von hochwertigen, aber auch sozial gemischten Wohnungen ,abgespeckt' werden. Das Ziel ,Wohnen am Wasser‘ in vor allem mittleren Preislagen, verbunden mit einem Anteil von Sozialwohnungen, kann ja bleiben.“

Dazu könnte nach Ansicht der Fraktion DIE LINKE auch Naherholung für die Bewohner der naheliegenden Stadtteile gehören, vielleicht mit einem Strandbad am Kanal oder Platz für einen Ruderverein.

„Wir haben das Projekt Marina von Anfang an für falsch aufgesetzt gehalten, da es keine Verbindung zum Stadtteil aufweist und versucht hat, den Strukturwandel von außen aufzudrücken. Luxuswohnungen, teure Hotels und gehobenes Einkaufen angesichts des Müllheizraftwerks in Karnap, wer will das schon? Außerdem ist es unrealistisch, wenn jede Stadt am Kanal eine Marina plant“, so Wolfgang Freye abschließend.