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Rainer Sturm / pixelio.de

Masterplan Armutsbekämpfung überfällig

Der heute erschienene Armutsbericht des Paritätischen Wohlfahrtsverbandes stellt den Anstieg der Armutsquote in der Region Duisburg/Essen von 14,8 Prozent 2008 auf 20,9 Prozent im Jahr 2018 fest. Die Armutsquote ist damit um 41,2 Prozent gestiegen, während sie im Bundesdurch-schnitt leicht um 0,3 Prozent auf 15,5 Prozent sank.

"Damit ist jetzt amtlich, dass die kommunalen Anstrengungen sowie die von Bund und Land in den letzten Jahren versagt haben“, so Gabriele Giesecke, Fraktionsvorsitzende DIE LINKE im Rat der Stadt. „Mit Fug und Recht können wir Essen als Armenhaus in Deutschland bezeichnen. Wir unterstützen die Folgerung des Paritätischen nach einem Masterplan Armutsbeseitigung, der die Politikfelder Arbeit, Wohnen, Alterssicherung, Pflege, Gesundheit, Familie, Bildung und Teilhabe ins Auge fasst.“

Sicherlich ist nicht die Armutsbekämpfung auf kommunaler Ebene allein nicht wirksam zu leisten. Allerdings sind in den letzten Jahren verschiedene Maßnahmen auch in Essen nur zögerlich oder gar nicht umgesetzt worden. So beklagen vor allem Schulen in den armen Stadtteilen des EssenerNordens ihre schlechte Ausstattung und die schlechte personellen Ausstattung. Es fehlt z.B. an Personal, dass die Lehrkräfte unterstützt, wie Erzieher*innen und Sozialarbeiter*innen.„Wir werden den Armutsbericht des Paritätischen in den Gremien zum Thema machen und werdenfür die Essener Ebene die Entwicklung eines Masterplans Armutsbekämpfung einfordern“, so Gabriele Giesecke abschließend.